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Ja zum Waffenrecht bedeutet ja zur Sicherheit

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JA zur Än­de­rung der EU-Waf­fen­richt­li­n​​ie an der Volks­ab­stim­mung vom 19. Mai heisst JA zu den Schen­gen- und Du­blin-­Ab­kom­men und JA zum ge­mein­sa­men Kampf gegen in­ter­na­tio­nal or­ga­ni­sier­ten Terrorismus.

 

Die Schweizer Stimmberechtigten haben das Assoziierungsabkommen​​ von Schengen am 5. Juni 2005 mit 54.6 Prozent JA gutgeheissen. Dieses Abkommen bringt der Schweiz viele Vorteile, aber auch Verbindlichkeiten. Im Schengen-Assoziierung​​sabkommen hat sich die Schweiz gegenüber der EU grundsätzlich zur Übernahme aller Weiterentwicklungen des Schengen-Besitzstands​​ verpflichtet.

Unter dem Eindruck der entsetzlichen Terroranschläge im Stade de France und im Konzertsaal Bataclan in Paris vom 13. November 2015 legte die Europäische Kommission rasch einen Vorschlag für eine Anpassung der geltenden EU-Waffenrichtlinie vor. Im Fokus der Anpassung stehen halbautomatische Waffen, die auch beim Pariser Anschlag verwendet wurden. Entsprechende Waffen sind von der bewilligungspflichtig​​en Kategorie B in die Kategorie A der verbotenen Feuerwaffen zu überführen und damit neu mittels Ausnahmebewilligung zu erwerben. Die Gefährlichkeit dieser Waffen besteht darin, dass mit ihnen ohne Nachladen mehrere Schuss hintereinander abgegeben werden können. Die Kadenz des Schweizer Sturmgewehrs liegt bei 600 bis 900 Schuss pro Minute!

Die Schweiz konnte in langen und geschickten Verhandlungen eine Lösung finden, die unserer Schützentradition voll und ganz entgegenkommt. Es gelang unseren Unterhändlern, folgende Bestimmung zu verankern: In Ländern, die seit über 50 Jahren die Abgabe des Sturmgewehres am Dienstende kennen, bleibt dies erlaubt.

Militärschüt​​zen, Jägerinnen und Jäger, Jungschützen und registrierte, bestehende Waffenbesitzer sind gar nicht betroffen von der Verschärfung der Waffenrichtlinie. Schützen müssen nur nachweisen, dass sie Mitglied in einem Verein sind oder regelmässig schiessen. Wer vom Entwaffnungsdiktat der EU spricht, macht reine Polemik und versucht eine negative Stimmung gegenüber der EU anzufeuern.

Schengen ist volkswirtschaftlich von grosser Wichtigkeit

Ein vom Bundesrat veröffentlichter Bericht zu den „volkswirtschaftliche​​n und finanziellen Auswirkungen der Schengen-Assoziierung​​ der Schweiz“ zeigt auf, wie wertvoll und wichtig das Schengen/Dublin-Abkom​​men für unsere Bevölkerung und für unsere Wirtschaft ist.
https://www.eda.a​dmin.ch/dam/dea/de/do​cuments/publikationen​_dea/Schengen-Wirtsch​aftliche-Bedeutung_de​.pdf

Bis 2030 würde das Bruttoinlandsprodukt bei einem Wegfall der Schengen/Dublin-Assoz​​iierung 1.6 bis 3.7 Prozent tiefer ausfallen. Das Pro-Kopf-Einkommen würde ohne Schengen um 700 bis zu 1‘600 Franken zurückgehen.

Ein Wegfall der Schengen/Dublin-Assoz​​iierung würde zudem zu Mehrkosten in der Höhe von rund 220 Millionen Franken pro Jahr für die öffentliche Hand führen, hauptsächlich im Asylbereich. Zudem wäre mit weiteren Millionen von Mehrkosten aufgrund von zusätzlichen Zweitasylgesuchen von Personen zu rechnen, deren Anträge in EU/EFTA-Staaten abgelehnt wurden.

Mehr Sicherheit dank Schengen-Abkommen

Die​​ Schengen-Mitgliedscha​​ft bringt auch mehr Sicherheit. Täglich erfolgen rund 320‘000 Abfragen des Schengener Informationssystems SIS durch unsere Sicherheits­verantwor​​tlichen. Dies führte zu 19‘000 SIS-Fahndungserfolgen​​ im Jahr 2018. Die Zahl der Verbrechen ist in den letzten Jahren mit Schengen zurückgegangen und nicht angestiegen, wie gewisse Gegner behaupten. Um den Wegfall der Schengen-Instrumente wie das SIS zu kompensieren, müssten alternative Massnahmen im Bereich der inneren Sicherheit mit Kosten von bis zu 500 Millionen Franken pro Jahr ergriffen werden. Allerdings wäre eine vollständige Kompensation selbst mit unbeschränktem Mitteleinsatz nicht möglich, da viele der unter Schengen ausgetauschten Daten mit einer rein nationalen Lösung gar nicht beschafft werden könnten.

Als Nichtmitglied im Schengen-Raum käme es zudem zu langen Wartezeiten an unseren Schweizer Grenzübergängen, wo heute täglich über 1.7 Millionen Personen und 1.2 Millionen Fahrzeuge den Zoll überqueren. Das einheitliche Schengen-Visum bringt zudem unserem Schweizer Tourismus viele Gäste aus dem nicht EU-Raum.

Kurzum: Die Schengen/Dublin-Mitgl​​iedschaft der Schweiz hat sich bewährt. Sie bringt uns mehr Sicherheit als Teil des Schengen Strafverfolgungsraums​​ und die wertvolle Dublin-Unterstützung bei den Asylverfahren. Ein JA zur Genehmigung und Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der EU betreffend die Übernahme der Richtlinie (EU) 2017/853 zur Änderung der EU-Waffenrichtlinie (Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands​​) dient dem gemeinsamen Kampf gegen Schusswaffenangriffe und zur Terrorbekämpfung.

Von​​ Kathy Riklin, Nationalrätin, Vorstand SGA
Artikel https://www.sga-aspe.​​ch/ja-zum-waffenrech​t​-bedeutet-ja-zur-si​ch​erheit/


Kommentare von Lesern zum Artikel

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63%
(16 Stimmen)
Markus Holzer sagte May 2019

Werte Frau Riklin

Ich zitiere nur einen Satz aus ihrem Beitrag:
«Im Schengen-Assoziierung​​​sabkommen hat sich die Schweiz gegenüber der EU grundsätzlich zur Übernahme aller Weiterentwicklungen des Schengen-Besitzstands​​​ verpflichtet.»

Sie​ halten selbst fest, dass es ein Grundstatz und KEINE Regel ist. Dennoch machen Sie mit Ihrem Beitrag klar, dass Sie internationale Interessen und Regeln höher erachten als den Rechtsstaat Schweiz.

Anstatt hier noch viele Worte darüber zu verlieren, mache ich es kurz:
Wer nicht in der Lage ist, mit der Heimat im Zentrum Politik zu machen, sollte sich besser daraus zurückziehen. Das gilt gleichermassen für Sie wie auch für all jene, welche die Schweiz für ein paar vermeintliche Vorteile aufgeben wollen.

Tun Sie der Schweiz einen Gefalllen und treten Sie zurück.


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50%
(14 Stimmen)
Phil Kawaphil sagte May 2019

Was sagte einst ein Politiker, anlässlich des ersten Waffenregistrierungsg​esetzes welches hier in Europa eingeführt wurde: “Als erste zivilisierte Nation haben wir ein Waffenregistrierungsg​esetz. Unsere Straßen werden dadurch sicherer werden; unsere Polizei wird effizienter und die Welt wird unserem Beispiel in die Zukunft folgen!” (Adolf Hitler, Reichsparteitag am 15. 09.1935) Ja, was sind wir doch alle froh wenn den Politikern aus aller Welt unsere Sicherheit derart am Herzen liegt, da brauchen wir uns auch keine Sorgen zu machen wenn alle Privatpersonen auf Leisen Sohlen entwaffnet werden. Die in Brüssel meinen es sicher alle nur gut mit uns und wollen uns vor dem Terrorismus bewahren, da ja Terroristen ihre vollautomatische AK 47 beim freundlichen Waffenhändler um die Ecke einkaufen und sicher alle registriert sind, danach wird es ein leichtes sein diese zu entwaffnen und dingfest zu machen. (oder habe ich da womöglich etwas falsch verstanden?)

„Im Fokus der Anpassung stehen halbautomatische Waffen, die auch beim Pariser Anschlag verwendet wurden.“
Ihre mangelnde Waffen-Kenntnis lässt zu wünschen übrig. Die für die Pariser Anschläge verwendeten Waffen waren Bomben, Handgranaten und die gute alte vollautomatische Awtomat Kalaschnikowa 47, alles Waffen welche in keinem Geschäft, weder hier noch in Frankreich legal zu erwerben waren oder sind.
Schweizer Soldaten welche Ihr Sturmgewehr behalten möchten erhalten eine zivile Version ohne die für bei den Terroranschlägen, oder die für das Staatlich legitimierte Totmachen von Personen aus anderen Staaten verwendete Möglichkeit zum Serienfeuer. Es sind eben Halbautomaten bei welchen vor jedem Schuss wieder der Abzug betätigt werden muss, was ihre Feuergeschwindigkeit massiv reduziert und sie somit als Waffe für einen Terroranschlag unattraktiv machen.

„Ein JA zur Genehmigung und Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der EU betreffend die Übernahme der Richtlinie (EU) 2017/853 zur Änderung der EU-Waffenrichtlinie (Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands​​​) dient dem gemeinsamen Kampf gegen Schusswaffenangriffe und zur Terrorbekämpfung.“
D​urchschnittlich kommt es in der Schweiz zu 49 Tötungsdelikten im Jahr, wovon 20%, also ca. 10, mit einer Schusswaffe verübt werden. Dabei erfasst die Kriminalstatistik nicht ob die Schusswaffe legal oder illegal erworben wurde. So lange dies nicht geschieht, kann auch keine Aussage über eine höhere Sicherheit durch eine strengere Waffengesetzgebung gemacht werden. Die Absurdität und Unverhältnismäßigkeit​ mit welcher Seriöse Waffenbesitzer in diesem Land behandelt werden, lässt sich wohl am besten anhand der Todeszahlen pro Jahr ermessen:
Tötungen mittels Schusswaffe: ca.10 Personen (Tendenz fallend)
Tote durch Suizid: ca. 1050 Personen
Tote durch Drogen: ca. 130 Personen
Tote durch Sportunfälle: ca. 200 Personen, davon durch Wandern oder Bergsteigen ca. 100 Personen
Tote durch Fehlmedikation: 250-500 Personen
Tote durch Spitalinfektionen: min. 2'000 Personen (sehr konservativ berechnet)
Die Wahrscheinlichkeit in diesem Land wegen mangelnder Hygiene im Spital ihr Leben zu verlieren ist um mindestens Faktor 200 grösser als von dem Besitzer einer legal oder illegal erworbenen Waffe erschossen zu werden und dies obwohl es weit weniger Ärzte und Pflegepersonal als es Waffenbesitzer in diesem Land gibt. Die Verschärfung des Waffenrechtes ist weder gegen den Terror noch gegen Schusswaffenangriffe gerichtet, sondern eine Entmündigung und Bevormundung einer Bevölkerungsgruppe ohne den geringsten nachweisbaren Nutzen für die Sicherheit der Bürger dieses Landes. Man könnte 200 mal mehr Leuten in diesem Land durch die konsequente Anwendung frischer Latexhandschuhe bei jedem Patienten das Leben retten, als durch das komplette verbieten von Schusswaffen.

„Kur​zum: Die Schengen/Dublin-Mitgl​​​iedschaft der Schweiz hat sich bewährt. Sie bringt uns mehr Sicherheit als Teil des Schengen Strafverfolgungsraums​​​ und die wertvolle Dublin-Unterstützung bei den Asylverfahren.“

Betreffend mehr Sicherheit als Teil des Schengen Strafverfolgungsraums​:
Nur fünf Geheimdienste von EU-Staaten gleichen ihre Daten automatisch mit dem Schengener-Informatio​nssystem (SIS II) ab. Diese Zahl nannte der ehemalige deutsche Innenministe​r Thomas de Maizière, ebenso wie Bundesrätin Simonetta Sommaruga, als es im Herbst 2015 um verstärkte Kontrollen an der EU-Aussengrenze ging. Die Schweiz beteiligt sich gemäss Sommaruga ebenfalls am automatischen Datenaustausch. Die anderen 23 EU-Staaten füttern die Datenbank demnach nur selektiv und halten Informationen zurück. Nach den Anschlägen von Paris traf sich die EU-Führung und beschloss eine engere Zusammenarbeit – doch die Staaten scheinen sich Zeit zu lassen.
Da bedanken wir uns doch bei unseren Politiker/innen, dass wir als nicht EU-Mitglied in vorauseilendem Gehorsam alle unsere Geheimdienstdaten vollumfänglich preis geben, obwohl an diesem „Datenaustausch“ 18 EU-Mitglieder lediglich nach Lust und Laune teilnehmen. Ich stelle mir ernsthaft die Frage in welchem Bereich da von einem „Sicherheitsgewinn“ gesprochen werden kann wenn wir auf der Seite derjenigen sind die alles sagen und nichts relevantes gesagt bekommen?
Na ja, wenigstens wird der Wildwuchs im Bussenwesen rigoros bekämpft. Da wir uns ja jetzt im Schengen Strafverfolgungsraum befinden, dürfen gewisse Staaten ihre Bussgelder über die Schweizer Behörden eintreiben lassen und die Daten der Schweizer Lenker dürfen selbstverständlich auch in anderen Ländern eingesehen werden, dass nenne ich doch mal eine effektive Zusammenarbeit im Sinne der Bürger. Da geht es den „wahren Verbrechern“ mal richtig ans Leder.

Betreffend Asylgesuchen:
Das Dubliner Assoziierungsabkommen​ stellt sicher, dass ein Asylgesuch nur von einem Staat im Dublin-Raum geprüft wird. Die Dublin-Kriterien legen die nationale Zuständigkeit fest. Sie verhindern so, dass Asylsuchende von Staat zu Staat geschoben werden oder nach Ablehnung ihres Gesuchs in einem anderen Dublin-Staat ein Neues einreichen." (Offizielle Seite EDA) Nach dem völkerrechtlichen Vertrag, der für die Schweiz als assoziierter Dublin-Staat seit 2008 gilt, ist jenes Land für einen Asylbewerber zuständig, in dem dieser zuerst europäischen Boden betreten hat.

Aha, „zuerst europäischen Boden betreten hat“ ist ja wohl eine klare und unmissverständliche Aussage, da stell ich doch einfach mal ganz salopp die Frage wieso sich überhaupt noch Asylbewerber in unserem Land befinden? Sind die alle mit dem Flugzeug in unser Land gekommen?


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53%
(17 Stimmen)
Ami Bossard Gartenmann sagte May 2019

Nein zu einem erpresserischen „Ja“ am 19. Mai

Erneut startet eine millionenschwere Propagandamaschinerie​ mit Drohgebärden und Panikstimmung, um von uns Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein Ja zur EU-Waffenrichtlinie zu erzwingen. Schengen und der freie Reiseverkehr seien bei einem „Nein“ gefährdet, wird moniert. Sieht man sich EU-weit um, so stellt man fest, dass Polen und Tschechien diese Waffenrichtlinie nicht übernehmen werden und trotzdem noch Schengenmitglieder sind. Die Deutschen verletzen etwa 27 Punkte des Schengenabkommens und sind weiterhin Schengenmitglied. Selbst die Briten als Nicht-Schengenmitglie​d haben Zugriff auf das Schengener-Informatio​nssystem. Warum grassiert diese unheimliche Angst vor Vergeltungsmassnahmen​ der EU? Anstelle von Horrorszenarien würden wir uns besser Alternativen ausdenken. Die Schweiz als unabhängiger Staat könnte ja problemlos alle Schengenvisen akzeptieren. Wer jedoch den Anschluss an die Europäische Union plant, sucht keine eigenständigen Lösungen, sondern betreibt den schleichenden Abbau von Beitrittshürden. Die souveränen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Freiheitsrecht auf eine persönliche Waffe, um sich im höchsten Notfall gewaltsam gegen einen ungerechten Staat zu wehren, passen nicht in das EU-Gebilde. Es passt auch nicht, wenn wir Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. In der EU befiehlt eine demokratisch schwach legitimierte Kommission und der EU-Gerichtshof und nicht die Bürgerinnen und Bürger!
Lassen wir uns nicht weiter durch anbiederungswillige Eliten bevormunden. Stehen wir ein für ein freiheitliches schweizerisches Waffenrecht und sagen „Nein“ zur EU-Waffenrichtlinie am 19. Mai 2019.




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44%
(16 Stimmen)
Simon Matt sagte May 2019

SVP-Aeschi ist gegen das Waffengesetz und es hat ihm zu viele Touristen auf dem dem Titlis.
Die Titlis-Bahnen empfehlen ein Ja zum Waffenrecht:

http:​//www.watson.ch/schwe​iz/gesellschaft%20&%2​0politik/964683398-de​r-e-mail-streit-zwisc​hen-thomas-aeschi-und​-den-titlis-bahnen


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53%
(17 Stimmen)
Hans Knall sagte May 2019

Bestechender Kommentar zum Thema "Was bei der Übernahme der EU- Waffenrichtlinie auch zu bedenken ist":

ug. Die schweizerische politische Kultur – unser Verhältnis zum Staat steht auf dem Spiel.
Eine zunehmend restriktive Gesetzgebung, bei der wir schrittweise Freiheit gegen vorgebliche (!) Sicherheit eintauschen, beruht auf einer schwerwiegenden psychologischen Fehlüberlegung.

Ve​rtrauen und Verantwortung statt Steuerung und Kontrolle
Unsere politische Kultur lebt von der Bereitschaft der Bürger, Verantwortung für das Zusammenleben zu tragen. Jedes Entmündigen schwächt den Verantwortungssinn.
​Unsere Tradition ist das Milizprinzip, wonach die Bürgerin und der Bürger in vielfältiger Weise nebst familiärer und beruflicher auch staatsbürgerliche Verantwortung trägt. Davon lebt unser Gemeinwesen.
Im Unterschied zu den Bürgern anderer Staaten bestimmen wir die Gesetze und damit das Geschick unseres Landes selber. Wir können diese Verantwortung nicht delegieren, sondern müssen sie persönlich tragen – in letzter Konsequenz durch die Wehrpflicht.
Verwalt​er bestimmen in einer Bürokratie das Zusammenleben, und der Bürger wird zum Verwaltungsobjekt. Er ist entmündigt und steht unter Generalverdacht, angefangen bei der Steuererklärung, über den verantwortungsvollen Umgang mit Haustieren, bis zum Waffenbesitz. Seine Ehrlichkeit, Verläss­lichkeit und Gesetzestreue hat er gegenüber einem Beamtenapparat stets unter Beweis zu stellen.
«Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser», soll Lenin gesagt haben. Aber gerade im Lande Lenins hat sich fatal herausgestellt: Ohne Vertrauen ist auf Kontrolle kein Verlass!

(Aus Zeit-Fragen Nr. 10, 2019)


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53%
(19 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte April 2019

© Frau Ricklin

Sie wollen also auch den Stimmbürger/Innen weiter die Mär erzahlen, Schengen- Dublin funktioniere vorbildlich.

Schen​gen funktioniert ganz im Gegenteil ABSOLUT NICHT.

Danach müssten nämlich ALLE im 1. sicheren Schengen-Staat zwingend ihr Asylgesuch stellen, ganz logisch auch, weil sie da nicht mehr gefährdet sind.

Die Schweiz müsste danach - da sie bekanntlich rundum ausschliesslich von sicheren Staaten umgeben ist, ALLE die Land-Grenze überschreitenden dorthin zurückweisen. Macht sie aber nicht, verstösst also dagegen zu Lasten der SCHWEIZ.
Italien schickt die grosse Mehrheit sofort - versehen mit 400 € Reisegeld - gleich in den Norden in die Schweiz & nach Deutschland weiter. Italien kann ich ja noch verstehen mit seiner "SELBSTHILFE", weil die übrigen Schengen- Dublin Staaten nicht in der Lage sind, keinen Charakter zeigen, die Aussengrenzen - wie ja versprochen worden ist - zu sichern. Aber dann noch die Dreistigkeit haben, Italien den Grossteil in diese Staaten mittels vereinbarten Kontingenten fair untereinander aufzuteilen nicht erlauben, hilft verstossend. Sie sind also genau auch darum das Papier nicht Wert wert, worauf sie geschrieben wurden. Also zu behaupten Schengen-Dublin funktioniere, ist absolut beschämend bewusst gelogen.

Die Schweiz hätte nur einige hundert Asylgesuche - ausschliesslich jene von Flugreisen direkt in die Schweiz - würden die Schengen- Dublin Verträge von den EU-Staaten EINGEHALTEN also wirklich funktionieren wie von der Gegenseite immer behauptet wird. Der Schweiz blieben alleine die Kosten von ca. 7 Milliarden Franken erspart, da scheint es doch recht lachhaft, Schengen- Dublinverträge so hoch zu loben. so infam die Stimmbürger/Innen ständig an zu lügen.

Schämt Euch.






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52%
(21 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte April 2019

© Frau Ricklin

Das genaue Gegenteil ist doch der Fall.

Es geht der EU doch nicht um Sicherheit, sondern letztlich nur um Macht.

Wie es allen anderen Regimes der Zeitgeschichte, die ihre Bürger (oder in dem Fall: Untertanen) entwaffneten. Mit der Einstellung, die die Mehrheit unserer Politiker und Funktionäre heute an den Tag legen wäre unser Land nicht durch die Weltkriege gekommen, und wir hätten nicht Grossväter, auf die wir stolz sein können weil sie Monate oder Jahre in ihren Stellungen ausgeharrt haben. Viele von uns wären gar nicht geboren worden.

Die Waffe im Schrank der Schweizer ist eben keine atavistische Tradition und noch viel weniger Narretei, wie immer wieder behauptet wird, sondern der Kristallisationspunkt​ des ur-schweizerischen Sonderfalls, des speziellen Staatsaufbaus und der Freiheitsliebe unseres Landes. Die Waffe im Schrank ist Ausdruck von Vertrauen, Freiheit, Demokratie, echter Demokratie.

Meinen​Sie vielleicht das passt nicht in den heutigen Zeitgeist ? Doch die heutige Generation, die bestimmt hat nie erleben müssen, was ein gewaltsamer Konflikt ist, schätzt die Freiheit zu wenig. Oder eine EU-Diktatur gefällig ? Dass sie diesen glücklichen Umstand ganz besonders jenen zu verdanken haben, die sie jetzt als alte Waffennarren verspotten, geht ihnen aber offensichtlich völlig ab.




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58%
(19 Stimmen)
Rudolf Hagmann sagte April 2019

Frau Riklin,
Es ist mir immer wieder schleierhaft, wie ihr Politiker euch duckt vor etwas das noch gar nicht eingetreten ist.
So klar ist Schengen damals nicht angenommen worden und uns wurde versprochen, dass am Waffengesetz nichts geändert wird. Diese Abstimmung ist für mich ein Grund nochmals ein paar Waffen zu kaufen und ich bin sicher nicht der Einzige der das macht. Eine Beschränkung des schon strengen Schweizer Waffenrechts ist für mich nicht vorstellbar, schon gar nicht ein Sturmgewehr mit einem 10er Magazin. Das ist ein Witz, jeder Ex Soldat hat doch das Magazin in Sekunden gewechselt. Das erzeugt nur einen riesigen Büroapparat. Von bürgerlichen Politikern links der SVP bin ich grossteils enttäuscht. Da sind SP, Grüne und GSOA viel ehrlicher.
Der Staat zwingt mich in die Armee und lehrt mich mit einer automatischen Waffe und Panzern umzugehen, nachher soll man nicht mal mehr ein 20er Magazin am Sturmgewehr haben dürfen... das ist Paradox. Unsere Armee lernt uns unsere Feinde zu töten... Das tönt hart aber genau das lernt man da !

Freundliche Grüsse Rudolf Hagmann


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70%
(23 Stimmen)
Georg Stamm sagte April 2019

Wer glaubt, durch dieses neue EU-Waffenrecht steige die Sicherheit im Land, der träumt. Der meint wohl, die Terroristen würden ihre Waffen brav beim Händler kaufen und dann Formulare ausfüllen zwecks Registrierung. Die Einzigen, die Formulare ausfüllen werden (und vermutlich Gebühren zahlen) werden die Schützen sein. Die ganze Übung ist ein EU-Alibi nach den Anschlägen in Frankreich. Man musste "etwas" machen, glaubten die EU-Politiker, also schuf man diese Scheinsicherheit. Da auch dieses Waffenrecht weiterentwickelt wird, ist anzunehmen, dass am Schluss eine völlige Entwaffnung der Bevölkerung steht. Nur noch die Polizei wird (offiziell) Waffen tragen und inoffiziell die Kriminellen. Zieht die Schweiz jetzt mit, dann wird das auch bei uns so sein. Der Rauswurf aus Schengen/Dublin ist eine leere Drohkulisse. Wie gewisse Prognosen zeigen, scheinen diese Drohungen leider zu wirken.


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77%
(22 Stimmen)
Stefan Schöni sagte April 2019

Den Wirtschaftsprognosen des Bundesrates im Zusammenhang mit Abstimmungen kann man leider nicht vertrauen, wie die nähere Vergangenheit beweist. Es ist ja auch extrem schwierig, auf der Basis von irgendwelchen unsicheren Annahme eine zuverlässige Prognose zu erstellen. Daher ist es genau so gut möglich, dass die behaupteten negativen Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt nicht so eintreten werden.
Sie werfen den Gegnern der Waffengesetz-Verschär​fung Polemik und die Förderung einer negativen Stimmung gegenüber der EU vor. Ich würde meinen, dass der Bundesrat mit der Veröffentlichung solcher Prognosen, unterstützt durch die grossen Wirtschaftsführer (= Profiteure der EU) mit der ganzen Informationskampagne,​ die viele falsche Fakten (neudeutsch = fake news) enthält, die Bevölkerung hinter's Licht führt.
Hauptsache gute Geschäfte - spielt keine Rolle, wenn die Schweizeridentität und unser Selbstverständnis dabei auf der Strecke bleibt!


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68%
(25 Stimmen)
Stefan Schöni sagte April 2019

Frau Rickli, ich kann Ihnen nicht beipflichten! Sie erzählen betreffend die bei den Terroranschlägen verwendeten Schusswaffen völligen MIST. Die Terroristen verwendeten vollautomatische Kriegswaffen, welche in östlichen Ländern in grosser Zahl aus Armeedepots gestohlen und nach Frankreich geschmuggelt (=illegal!) wurden. Löchrige EU-Aussengrenzen erleichtern das illegale Einführen von bereits heute verbotenen Gegenständen. Da die Grenzen der einzelnen EU-Länder völlig offen sind, ist es auch ein Leichtes, diese verbotenen Gegenstände innerhalb der EU beliebig zu verschieben. Das ist die viel gelobte Sicherheit in der EU. Da hilft die unverhältnismässige und willkürliche Verschärfung des heute bereits guten Schweizer Waffengesetzes absolut gar nichts!
Zudem stimmt es auch nicht, dass alle die erwähnten Waffenbesitzer von den Verschärfungen gar nicht betroffen seien. Diesen gesetzestreuen und unbescholtenen Personen - sonst könnten sie in der Schweiz gar keine Waffen legal erwerben/besitzen - haben dann plötzlich verbotene Waffen zu Hause und stehen im Fokus der Polizei und der Justiz, müssen laufend irgendwelche Nachweise erbringen etc. Wie sich die Waffenverordnung in den nächsten Jahren "weiterentwickeln" wird - die kann ohne Referendumsmöglichkei​t angepasst werden (!) - ist offen und ich befürchte das Schlimmste bei der heutigen Stimmung in Bundesbern bezüglich der legalen Waffen. Und nur die legalen Waffen von zivilen Personen sind von der Gesetzesverschärfung betroffen - Terroristen interessieren sich nicht für unsere Gesetze und lachen höchstens über die nutzlosen Einfälle gewisser Politiker*innen.


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63%
(24 Stimmen)
Willy Brauen sagte April 2019

Bei diesem Gesetz geht es um Grundsätzliches! Man versucht, unter Vorwand des Verhinderns von Terrorismus, den Waffenbesitz einzuschränken! Dass es da vor allem um die Schweiz und ihr Waffenrecht geht, ist nicht von der Hand zu weisen! Nur in der Schweiz können Soldaten (heute allerdings nach einer Prüfung) ihre persönliche Waffe nach Hause nehmen (früher noch mit Munition), als Zeichen der Wehrbereitschaft und der sorgfältige Umgang und dem Vertrauen der Regierenden in das Volk! Nachdem noch einige «Zugeständnisse» von der EU an die Schweiz gemacht wurden, um das Gesetz besser durch zu bringen, schwelt schon die nächste Runde, spätestens in 5 J, um das Waffenrecht noch weiter einzuschränken, um diese «Zugeständnisse» aus dem Weg zu räumen. Es ist eine Zumutung, wie die Schweiz durch die EU in die Zange genommen wird! Zudem sollen wir, durch diese Erpressungshaltung, gefügig gemacht werden! Leider verniedlichen viele unserer PolitikerInnen dieses Funktionsprinzip! Kein einziger Terroranschlag wird bei uns durch dieses Gesetz verhindert! Darum, wehret den Anfängen mit einem klaren NEIN!


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64%
(25 Stimmen)
Phil A. sagte April 2019

Ich bin immer wieder erstaunt wie leichtsinnig Politiker/innen die Freiheit ihrer eigenen Landsleute auf Spiel zu setzen bereit sind, wenn es ihnen von Nutzen erscheint oder in ihr politisches Kalkül passt.


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75%
(20 Stimmen)
Susanna Beerli sagte April 2019

Frau Rickli, soweit mir bekannt ist, haben die Täter vollautomatische Waffen verwendet und nicht halbautomatische


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36%
(25 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte April 2019

Wer wie ich in seinem Umfeld erlebt, wie zwei junge Menschen durch psychisch auffällige Männer mit unserem Armeegewehr grundlos erschossen werden, der hat "die Nase voll" von den Gegnern einer Verschärfung des Waffengesetzes. Das eine war ein Schachkollege, der soeben sein Studium erfolgreich beendet hatte. Das andere waren ein 15-jähriges Mädchen und ihr Hund, die auf ihrem Spaziergang durch einen sie gar nicht kennenden Mann vom Waldrand aus "hingerichtet" wurden. Ich stimme sicher "Ja"!


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