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ULrich Landes

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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

November 2016 Kommentar zu
Teil 2: Wer hat Angst vor Donald Trump?
Sehr geehrter Herr Selk, die Frage war eigentlich rhetorisch gedacht gewesen.
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November 2016 Kommentar zu
Teil 2: Wer hat Angst vor Donald Trump?
Ich merke schon, Sie können das kürzer, dichter und prägnanter als ich formulieren. Ich gelobe Besserung
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November 2016 Kommentar zu
Teil 2: Wer hat Angst vor Donald Trump?
Sehr geehrte Frau Estermann.

Vielen Dank für Ihre beiden Beiträge zum Thema Donald Trump, auf die ich mich im Nachfolgenden beziehe.



Wenn ich recht verstanden habe, sagen Sie in Ihren beiden Artikeln Folgendes:

1. Dona​ld Trump ist ein Geschäftsmann und Selfmademan, der es geschafft hat, in allem, was er tat, Erfolg zu haben; dies macht ihn zu einem guten Kandidaten.
2. Die jetzige Situation ist von Barack Obama verschuldet, und er trägt die Schuld am derzeitigen Zustand der Vereinigten Staaten. Er hat die Gesellschaft gespalten und es ist seinem Unvermögen und seiner Arroganz zuzuschreiben, dass die USA da sind, wo sie sich momentan befinden.
3. Barack Obama, Hillary Clinton und die Politiker sind das „Establishment“, gegen das es zu kämpfen gilt.
4. Donald Trump erreicht die vom „Establishment“ vergessenen Randgruppen, denen er Grösse, Wachstum, Wohlstand und Sicherheit verspricht.
5. Seine Art zu argumentieren und Wahlkampf zu betreiben sind rechtens, weil sie der Masse aus der Seele sprechen, Sie richten sich gegen das Veraltete, das Hergebrachte, das « Establishment ».
6. Die politischen Parteien sind an ihrer Niederlage selbst schuld, weil sie die Belange der Bevölkerung nicht berücksichtigt haben
7. Donald Trump als Präsident nützt der Schweiz sehr viel mehr als eine Präsidentin Clinton.



1. Ic​h gebe Ihnen Recht, Donald Trump scheint ein guter, sehr guter, aussergewöhnlicher Geschäftsmann zu sein, selbst wenn das „Guinnes-Buch der Rekorde“ oder die Emmy-Awards für mich noch keine Qualitätssiegel sind. Aber 25 Mio Arbeitsplätze schaffen, das marode Verkehrssystem sanieren, die Steuern senken und Protektionismus betreiben scheint mir zusammen doch ein relativ schwieriges Unterfangen. Zumindest ist es leichter gesagt, als getan. Und sicherlich ist es nicht die Strategie, mit der Geschäftsmann Trump sein Imperium aufgebaut hat. Ich wünsche ihm alles Gute, bleibe aber skeptisch.
2. Man könnte fast annehmen, Präsident Obama habe einen Garten Eden in eine Wüste verwandelt. Das Land war aber schon kaputt, gespalten und zerrissen, als Obama es übernommen hat. Er hat weder die Kriege in Afghanistan noch im Irak angezettelt noch die Wirtschaftskrise ausgelöst. Aber es stimmt, er hat viele seiner Ziele nicht erreicht, Wie viele dieser Ziele mit einem Kongress und einem Senat als Gegner zu erreichen waren, steht auf einem anderen Blatt, aber es erscheint mir etwas zu einfach, das Trauerspiel USA einem Menschen (selbst wenn es der Mächtigste der Welt sein sollte) auf die Schultern zu laden.
3. Der Ausdruck „Establishment“ hatte in den 60er Jahren auch schon etwas Verdächtiges, er roch nach Reaktion, Rückständigkeit und Tradition. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, Trump gehöre der Avantgarde an (dazu sehe man sich nur seine Penthousewohnung, das darin befindliche Wohnzimmer und sein Flugzeug an), und die Leute, die er sich jetzt in sein Team holt, schon gar nicht. Ich glaube nicht, dass er in seinem Innern viel anders ist als die Leute, auf die er die ganze Zeit geschimpft hat. Und ob er besser ist, muss sich erst noch herausstellen.
4. Si​ehe 3.
5. Siehe 3.
6. Ueber die Schuldfrage masse ich mir kein Urteil an.Ich stimme Ihnen auch zu, die Art und Weise, wie Politiker sprechen, ist oft abgehoben und dem Gegenüber überhaupt nicht angepasst (wie übrigens auch bei Juristen und Aerzten), aber es besteht ein Unterschied zwischen „Klartext reden“, also „Richtiges verständlich erklären“, und „einfach irgend etwas sagen“. Die Trump’schen Phrasen gehen leicht ins Ohr und sind meistens auch nah an dem, was manche Leute hören wollen, das hat aber noch nichts mit „verständlich“ (also mit dem Verstand zu erfassen) zu tun. Und mit Wahrhaftigkeit noch viel weniger.
7. Das müssen Sie mir erklären, warum ein Mensch wie Trump im Präsidentenamt gut für die Schweiz sein soll.


Ich freue mich darüber, dass Sie so guter Laune sind (Roger Köppel war ja auch ganz aus dem Häuschen, wie man in seinem Editorial der letzten Weltwoche lesen konnte), Und ja, Trump wurde nach geltendem Recht gewählt und er verdient eine Chance. Ich stelle mir jedoch ein paar Fragen.

Was sollen wir jetzt machen? Sollen wir jetzt, nachdem er gewählt ist,einfach die Reset-Taste drücken und alles vergessen, was er an Niedrigem, Scheusslichem und Gemeinem gesagt hat (im Gegensatz zu Ihnen hat Herr Köppel zumnindest diesbezüglich ein paar kritische Worte gefunden)?
Wird die Schlammschlacht nun salonfähig?
Wird im Gespräch jetzt das „wie“ wichtiger als das „was“?

Ich spreche Sie direkt an, Frau Estermann, hätten Sie ein solches Gebaren von einem Vorgesetzten akzeptiert? Würden Sie sich in einem Arbeitskreis, einem Gremium Derartiges tolerieren? Hätte ich mich jemals so über eine Mitarbeiterin geäussert, so hätte ich längst meinen Job verloren, und zu recht. Insofern sehe ich nicht, warum Sie Menschen wie ihm derartige Ausfälle durchgehen lassen. Ich spreche nicht von Meinungsfreiheit oder political correctness, ich spreche von ganz normalem Anstand im Umgang mit dem Gegenüber, Und ich vermisse in Ihren Artikeln einen kleinen Hinweis darauf, dass Ihnen das aufgefallen ist.

Aber Kritik an Trump hiesse indirekt ja auch Kritik an Ihrer eigenen Partei zu üben, insofern kann ich Ihre Zurückhaltung durchaus verstehen.

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November 2016 Kommentar zu
Medienmeldungen zum Referendum in Ungarn; Asylverteilquoten
Sehr geehrter Herr Wobmann,

Vielen Dank für Ihren Beitrag zum Thema « Medienmeldungen zum Referendum in Ungarn; Asylverteilquoten », auf den ich im Nachfolgenden Bezug nehme.

1. Wenn eine Abstimmung von einer ganzen Meinungsseite boykottiert wurde, dann ist win Ergebnis von 98% nur logisch und auf keinen Fall eine « satte Mehrheit ». Eine Interpretation des Ergebnisses ist nicht mehr möglich.

2. Für Sie ist die 50% Klausel « Unsinn » und « antiemokratisch ». Ich weise Sie darauf hin, dass in der Schweiz 100000 Unterschriften gesammelt werden müssen, um ein Referendum rechtzufertigen. Das Schweizer Gesetz sieht also auch eine « mathematische Spielregel » vor.

3. In der Schweiz hat das Referendum eine lange Tradition, und über viele unterschiedliche Themen wurde schon abgstimmt, das von Ihnen kommentierte ungarische Referendum hat damit nichts zu tun, es ist ein machtpolitisches Instrument in den Händen eines Politikers, der in den letzten Jahren gezeigt hat, wes Geistes Kind er ist. Wenn in Ungarn Volksentscheide über Kindergärten, Wehrpflicht, Postämter und ähnliches stattfinden, kann ich diese Aeusserung auch wieder zurücknehmen.

4. I​ch hoffe nicht, dass noch weitere Länder diesem schlechten Beispiel Orbans folgen.

5. Zum Schluss möchte ich noch bemerken, dass Sie es geschafft haben, innerhalb von ca 30 Zeilen den Wortlaut des Referndumstextes, in dem von « nichtungarischen Staatsbürgern » die Rede war (Quelle : deutschsprachige Wikipedia), in « islamischen Asylforderern » und zuletzt sogar « islamistischen Asylanten » zu verkehren. Ein Kommentar erübrigt sich.


PS : Das ungarische Parlament hat übrigens die von Ihnen beschworene Verfassungsänderung abgelehnt.



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