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Der Frauenweg zur Chefetage

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Der Frau­en­weg zur Chefetage

Stichproben im Handelsregister scheinen die Vermutung zu bestätigen, dass die grosse Mehrheit der Firmengründer Männer sind. Sie werden dann auch die Chefs. Frauen, die vergeblich versuchten, auf einer Chefetage Arbeit zu finden, sollen deshalb selber Firmen gründen. Sie brauchen dazu nur den Willen, eine gute Idee, keine Angst vor dem Risiko. Sie müssen wissen, dass sie, falls es schwierig wird oder sogar ums Überleben der Firma geht, oft jahrelang weit über die gesetzliche Wochenarbeitszeit hinaus schuften müssen und das wegen der knapper werdenden Mittel zu einem bescheidenen Lohn.

Viel Geld ist zur Gründung nicht nötig. Falls man in einem Angestelltenverhältni​s war, kann man sich seinen Anteil an der Pensionskasse auszahlen lassen und als kleines Anfangskapital einsetzen. (Der Verfasser redet aus Erfahrung). Scheitert man mit seiner Firma, ist dieses Geld dann weg. Im Falle der Pleite gibt es für Eigentümer in Leitungsfunktionen auch kein Arbeitslosengeld. So ist es verständlich, dass viele diesen Weg nicht auf sich nehmen wollen, sondern über die richtigen Parteien Stellen in Chefetagen suchen, die mit Steuergeldern finanziert werden. Der Vorteil ist offensichtlich: Geld ist immer da und es gibt dort kaum Überzeit, Krisen, Samstags- und Sonntagsarbeit. Die Nachfrage ist gross, so schaffen unsere Politiker dauernd neue Ämter mit Chefetagen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 5 Tagen

Wenn man scheitert muss man Schulden zurückzahlen und gilt als Versager, der es nicht kann.

Dazu kommen Fragen von Ämtern, wenn man Sozialleistungen will.

Als Mutter mit Kind und/oder Mann überlegt man sich das zweimal.


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45%
(11 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte Vor 6 Tagen

Es stimmt, es sind immer noch mehrheitlich Männer, die neue Unternehmen gründen, aber der Anteil an Frauen nimmt stetig zu.

https://www.start​ups.ch/de/blog/immer-​mehr-frauen-in-der-sc​hweiz-entscheiden-sic​h-fuer-das-unternehme​rtum/

Zudem ist es viel zu kurz gegriffen, die tiefe Frauenquote in den Chefetagen von Schweizer Firmen nur auf die Firmengründung zu beziehen. Wie viele der Männer in den Chefetagen haben die Firmen, die sie leiten, selbst gegründet? Ich weiss es nicht, vermute aber stark, dass es bei einem Grossteil nicht der Fall ist. Auch dass alle Angestellten, die nicht Gründer oder Eigentümer einer Firma sind, oder für eine staatliche Institution arbeiten, vor Überstunden, Kristen usw. gefeit sind, ist natürlich falsch.

Daher frage ich mich, was Ihre Kernaussage ist, Herr Frick? Dass nur Menschen, die eine Firma gründen, das Recht auf einen Posten in der Chefetage haben? Oder bezieht sich das aus Ihrer Sicht nur auf die Frauen, während Männer auch ohne Gründerambitionen in der Chefetage sitzen dürfen?


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58%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 6 Tagen

Man könnte doch den Quotenforderern den Vorschlag machen, die Quote für Frauen in Chefetagen mit der Quote der Unternehmensgründerin​nen zu harmonisieren…

Bei Staatsstellen hingegen ist es klar. Die müssen in der Hand der Frauen liegen, weil diese ja schliesslich die „Regulierung der patriarchalischen Strukturen“ selbst erfunden haben und seither quasi als „Gründermütter der matriarchalischen Demokratie“ gelten, in der primär die Frauen „etwas zu gut“ haben.


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