Sprache: F
Politisches System > Sonstiges,

FÜR EINE KORREKTE BERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE SP SCHWEIZ

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

„Am Par­tei­tag in Thun ver­ab­schie­det die SP ihr Pa­pier zur Wirt­schafts­de­mo­kr​​​​​a­tie. Und ver­hin­dert im letz­ten Mo­ment eine Rück­kehr zum guten alten Kommunismus.“

Das ist der Lead der „Berichterstattung“ des TagesAnzeigers über den Parteitag der Sozialdemokratischen Partei in Thun.

http://www.tage​​​​​sanzeiger.ch/schw​e​i​z​/​ein-bisschen-​kl​as​se​nk​ampf/stor​y/2​772​431​7

D​ie SPS war nie kommunistisch, und auch die Parteihymne der SPS „Wacht auf, Verdammte dieser Erde!“ gehört nicht den Kommunisten. Ich stelle hier kurz die geschichtliche Chronologie dar: 

1838: Gründung des Schweizerischen Grütlivereins, des ersten Vorläufers der SPS.

1863: Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Er entstand aus katholischen (!) Bildungsgruppen, die vom Protestanten (!) und selbständigen (!) Drechslermeister Friedrich Bebel geleitet wurden.

1869: Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Deutschland.

1871: Entstehung der „Internationale“ in der „Commune de Paris“ während des Aufstandes in Paris: 

 

C’est la lutte finale :

Groupons-nou​​​​​s, et demain,

L’Internation​​​​​ale

Sera le genre humain. (...)

 

1875: Zusammenschluss der beiden Vorläufer der SPD. Übernahme einer deutschen Version der „Internationalen“ als Parteihymne:

 

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt! (...) 

 

1888: Gründung der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS). 

1898: Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR).

1912: Ausschluss aus der SDAPR und Verfolgung der eher sozialdemokratischen Mitglieder (Menschewiki) durch die Bolschewiki (Kommunisten).

1918: Bildung der ersten (!) kommunistischen Partei, der Russischen Kommunistischen Partei (Bolschewiki), aus der SDAPR. Übernahme einer russischen kommunistischen Version der „Internationalen“ von den Sozialdemokraten.

191​​​​​8: Gründung der kommunistischen Partei Deutschlands.

1919: Erste demokratische Regierung in Deutschland, nämlich die sozialdemokratische Regierung von Friedrich Ebert, der Aufstände der Kommunisten mit Waffengewalt niederschlug.

Noch nie wurden in den Medien so viele Informationen willkürlich verdreht wie vor und nach dem Parteitag der SPS vom Dezember 2016 in Thun. Die Unterschiebungen und Unwahrheiten gingen so weit, dass nun kaum jemand weiss, was die SPS eigentlich beschlossen hat.

Wie haben Sie das erlebt?

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

67%
(6 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 19 Tagen

Man kann es drehen und wenden wie man will, der grosse Verlierer ist die SP. Auch wenn der Troll seitenweise was anderes behauptet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

13%
(8 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor 19 Tagen

Die Medienberichte haben gut und lang über die Klimaerwärmung informiert. Leider wurden immer wieder nur die Grüne Partei der Schweiz (GPS) und die Grünliberale Partei Schweiz (GLP) als Parteien bezeichnet, die mit dem Ruf nach ökologischen Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ganz vorne stehen. Das trifft so nicht zu, und die Redaktionen wissen das.

Bereits in den 1970er Jahren bildete sich innerhalb der SP Schweiz als erster Partei eine kritische Mehrheit gegen Atomkraftwerke und Wachstumspolitik. Die SP bemängelte die Risiken des Betriebs der AKW und der radioaktiven Abfälle. Zahlreiche Sozialdemokratinnen* waren bei den Besetzerinnen* in Kaiseraugst. Die SP ist die originalgrüne Partei – seit über vierzig Jahren – und mit ihren ökologischen Forderungen seither immer ganz vorn.

Die GPS wurde erst 1983 gegründet – aus linken und bürgerlichen Aktivistinnen* in der Romandie. In der Deutschschweiz wurde sie verstärkt durch die letzten Mitglieder der ehemaligen «Progressiven Organisationen der Schweiz» (POCH) und der "Sozialistischen Arbeiterpartei" (SAP).

In Sachfragen erfolgt zwischen SP und GPS in der Regel ein Schulterschluss. Bei Wahlen konkurrieren sie gegeneinander; das generiert Wählerstimmen.

(* Männer sind mit gemeint; ihre maskulinen Bezeichnungen sind ja in den femininen Bezeichnungen vollständig enthalten.)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Hier noch die fehlenden Angaben zur Zwangsvereinigung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) durch die "Sozialistische Militäradministration​" (SMAD) in der von den Russen besetzten "Ostzone" – am 22. April 1946:

ZITAT
Da in der Ostzone allein die SMAD bestimmte, konnte dort mit ihrer massiven Unterstützung die von Moskau abhängige KPD die "Einheitspartei" durchsetzen. Markantes Indiz für den Zwang bleibt das Verbot einer Urabstimmung, die von der SPD in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) fast überall gefordert wurde. Doch die SMAD verbot solche Abstimmungen, daher konnte diese nur in West-Berlin stattfinden. Dort votierten im März 1946 dann 82 Prozent der abstimmenden SPD-Mitglieder gegen die Vereinigung.
Die Kommunisten versuchten es 1945/46 mit "Peitsche und Zuckerbrot". In der SBZ erließ die SMAD Redeverbote und verhaftete opponierende Sozialdemokraten, die ihre Vorstellungen wegen der Zensur nirgends veröffentlichen konnten.
Einheitsgeg​ner wurde als "Spalter", sogar als "Agenten" und "Faschisten" diffamiert und verfolgt. In diesem Klima der Angst war die offene Ablehnung kaum möglich. Am 21. und 22. April 1946 wurde auf dem "Vereinigungsparteita​g" von KPD und SPD der SBZ in Berlin die SED gegründet und damit die SPD "vernichtet". Diese Zwangsvereinigung erfolgte gegen den Widerstand von Sozialdemokraten. Schon vor der Zwangsvereinigung wurden viele von ihnen verfolgt. Wie groß damals die Opferzahlen waren, hat Erich Ollenhauer 1961 mitgeteilt. "Zwischen Dezember 1945 und April 1946 wurden in der SBZ mindestens 20.000 Sozialdemokraten gemaßregelt, für kürzere oder auch für sehr lange Zeit inhaftiert, ja sogar getötet". Hier ist besonders hervorzuheben, dass zu den Opfern der Repressalien im Rahmen der Zwangsvereinigung in der SBZ auch solche Sozialdemokraten gehörten, die bereits unter dem Hitler-Regime verfolgt worden waren.
Bei einer generellen Einschätzung der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bleibt Zwangsvereinigung die richtige Bezeichnung. Denn für die Sozialdemokraten in der SBZ gab es damals keine Alternative zur Einheitspartei, sie hatten keine freie Entscheidung, ob sie dort die SPD fortführen wollten oder nicht. Zudem waren Zwang und Druck durch SMAD und KPD vielfältig. Repressalien reichten von der Bedrohung bis zur Verhaftung und sogar Ermordung. In der SPD kam es zu Nötigung und Erpressung, Entzug von Ressourcen, zur Unterwanderung der Parteiorganisation wie zur Bestechung und Karriere-Versprechung​en gegenüber einzelnen Funktionären.
Zum Zwang kam der Betrug. Die KPD propagierte einen "besonderen", deutschen, demokratischen Weg zum Sozialismus, was als Distanzierung von der sowjetischen Praxis galt. Zudem sollte die neue SED keine leninistische Kader- sondern eine marxistische Massenpartei sein, und alle ihre Funktionen paritätisch mit Kommunisten und Sozialdemokraten besetzt werden. Doch schon 1948 wurde die SED in eine "Partei neuen Typus" umgewandelt, der "Sozialdemokratismus"​ zum "Hauptfeind" der stalinistischen SED erklärt. Unter Bruch der Vereinbarungen von 1946 wurde der deutsche, demokratische Weg verworfen, die Parität abgeschafft und schließlich in "Säuberungen" die Sozialdemokraten verfolgt. Gestützt auf Daten im Archiv der SED ist davon auszugehen, dass fast zwei Drittel der 680.000 Sozialdemokraten, die im April 1946 in die SED "überführt wurden" bis 1954 aus der Einheitspartei verdrängt waren.
Die Sozialdemokraten in der SBZ und dann in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) waren ohne politische Heimat: ihnen blieb nur die Flucht nach Westen (was über 100.000 taten) oder sich öffentlich dem Kommunismus anzupassen, also "überzulaufen" (wie Grotewohl und andere Funktionäre). Das Schlimmste passierte denen, die weder das eine noch das andere wollten oder konnten. Gegen Tausende Sozialdemokraten in der SBZ/DDR wurden Repressalien angewandt, sie wurden verfolgt, in "Speziallager" und Zuchthäuser geworfen. Nichts macht deutlicher, worauf die SED-Gründung letztlich beruhte: auf Zwang und Betrug.
Literaturemp​fehlung:
Bernd Faulenbach, Heinrich Potthoff (Herausgeber): Sozialdemokraten und Kommunisten nach Nationalsozialismus und Krieg. Zur historischen Einordnung der Zwangsvereinigung, Essen 1997; Beatrix Bouvier: Ausgeschaltet! Sozialdemokraten in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR 1945-1953, Bonn 1996.

© 2010 SPD

ZITAT ENDE

https://www3.​spd.de/linkableblob/5​704/data/geschichte_z​wangsvereinigung_sed.​pdf

Die Sozialdemokraten waren auch in Deutschland nie Kommunisten.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Was muss "überwunden" werden? Der ungebremst boomende Finanz- und Raubkapitalismus: Die 8 reichsten Einzelpersonen der Welt haben sich unterdessen mehr Vermögen angeeignet (erarbeitet von den Angestellten), als die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen besitzt.

Die sozialdemokratische Partei der Schweiz, welche deshalb die Überwindung dieses Kapitalismus zum Ziel hat, tut natürlich alles dafür, dass die Wirtschaft blüht, will jedoch verhindern, dass sich Aktionäre und CEO fast alle von den Angestellten erarbeiteten Werte aneignen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

18%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums​​ in Davos vergleicht Oxfam das Vermögen der acht reichsten Männer der Welt mit dem der ärmsten 50 Prozent. Die acht Unternehmer, die laut aktueller Forbes-Liste am meisten Vermögen besitzen:

ZITAT
1​​. Bill Gates, USA, Microsoft, 75 Mrd US-Dollar

2. Amancio Ortega, Spanien, Zara, 67 Mrd

3. Warren Buffet, USA, Berkshire Hathaway, 60,8 Mrd

4. Carlos Slim Helu, Mexiko, Telmex/America Movil, 50 Mrd

5. Jeff Bezos, USA, Amazon, 45,2 Mrd

6. Mark Zuckerberg, USA, Facebook, 44,6 Mrd

7. Larry Elison, USA, Oracle, 43,6 Mrd

8. Michael Bloomberg, USA, Bloomberg LP, 40 Mrd
ZITAT ENDE

(Forbes-Liste​​ der reichsten Menschen der Welt)

https://www.​​welt.de/newsticker/d​p​a_nt/afxline/topthe​me​n/hintergruende/ar​tic​le161221461/Die-a​cht-​reichsten-Maenne​r-der​-Welt.html



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



50%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2017

Eigentlich sollte man den Kapitalismus gar nicht als „ismus“ bezeichnen, sondern als eine natürliche Ordnung freier Menschen.

Der Schweizer Sozialphilosoph Robert Nef formuliert ihn treffend als ein Non-System, ein offenes, spontanes, sich selbst steuerndes und sich selbst (über Gewinn und Verlust) kontrollierendes Naturphänomen, ein Wechselspiel von Versuch und Irrtum. Wer das begriffen hat, so Nef, weiss um die Anmassung von Wissen, um die Unmöglichkeit der rationalen Kalkulation von Preisen, von zentraler Planung usw. Nur Gott kennt den „wahren Preis“ und die „soziale Gerechtigkeit“, oder- säkularisiert ausgedrückt: niemand darf sich anmassen, solche Grössen zu kennen, „wissenschaftlich“ zu beweisen und allgemeinverbindlich vorzuschreiben.

Es​ steht also nicht „ismus“ gegen „ismus“, sondern System gegen Non-System, Eingriffsideologie gegen Nicht-Eingriffsideolo​gie, Dogma gegen Erfahrung, pathetischer gesagt: Knechtschaft gegen Freiheit.

In Dieser Ordnung muss alles friedlich und freiwillig sein. Zwang, hoheitlichen Zwang, darf es nur einen geben, nämlich den Zwang zur Einhaltung der freiwillig geschlossenen Verträge; und in dieser Ordnung hat die gewählte Regierung nur eine Aufgabe, nämlich den Schutz der Eigentumsrechte der Individuen im weitesten Sinne. Also Schutz von Leben, körperlicher Unversehrtheit und Früchten der Arbeit der Bürger.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

36%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Jetzt kritisiert sogar das WEF den Kapitalismus, weil die Zahl der Wohlstandsverlierer in vielen Industriestaaten zunimmt.

"In seinem WEF-Aufsatz schlägt Standing knallharte Töne an und attackiert «die fünf Lügen des ­Kapitalismus». Lüge 1 sei die Mär vom freien Markt, Lüge 2 die Notwendigkeit starker Patentrechte, um teure Forschung und Entwicklung abzusichern, Lüge 3 die These, dass starke Eigentumsrechte Wachstum schaffen, Lüge 4 die ­Behauptung, dass wachsende Profite die Effizienz eines Managements beweisen und Lüge 5 das Argument, dass Arbeit der beste Weg aus der Armut sei."

http://www.t​​agesanzeiger.ch/sonn​t​agszeitung/dny/Der-​Ge​ist-von-Davos-ist-​ver​raucht/story/1667​8440​

Wie es die SPS sagt: Der ungebremste Finanz- und Raubkapitalismus schafft sich selbst ab.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

36%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Diese Richtigstellung hat der Sozialdemokrat Hans Stöckli, Ständerat, u. a. mir zugestellt.

"Ich bin am Montag gehörig erschrocken, als ich mein Gesicht in der Gewerbezeitung gesehen habe. Der Gewerbeverband suggeriert darin, ich würde die USR III befürworten. Eine Vorlage, die zu Milliardenausfällen für Bund, Kantone und Gemeinden führt. So dreist sind die Methoden des Gewerbeverbands unterdessen geworden!

Es ist unserer Demokratie unwürdig, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bewusst in die Irre zu führen und Falschinformationen zu verbreiten. Solch unlautere Methoden sind Trump-Niveau, in der Schweiz haben sie nichts verloren.

Deshalb ist es mir wichtig, folgendes klarzustellen: Ich bin gegen die USR III, denn sie ist eine Blackbox. Auch meine Kollegin Pascale Bruderer und mein Kollege Claude Janiak, die ebenfalls einen unfreiwilligen Auftritt in der Gewerbezeitung hatten, lehnen die USR III ab. Für die Gemeinden und Städte mit vielen juristischen Personen sind die Folgen der USR III unverhältnismässig stark und für meine Stadt Biel sogar desaströs! (...)"





Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Nur 40% der sog. "SP-Sympathisanten" würden gegen die USR III stimmen, eine Vorlage, welche der Parteitag der SPS einstimmig abgelehnt hat?

Diese Meinungsforscherei muss aufgegeben werden, weil sie das Abstimmungsresultat beeinflusst und verfälscht. Mindestens sind die Umfragen drastisch zu reduzieren, und die mögliche Bandbreite der Resultate muss angegeben werden.

https://ww​w.vimentis.ch/d/dialo​g/readarticle/abstimm​ungsumfragen-aufgeben​-oder-massiv-reduzier​en/


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

29%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Es ist ärgerlich, dass auch die SRG, die einen öffentlichen Auftrag hat, auch immer wieder unkorrekt über die SPS informiert. Heute (am 6. Januar 2016) wurde in der Tagesschau gesagt, "die SP" sei gemäss einer Umfrage bei der USR III "gespalten". Das ist falsch.

Fakt ist, dass der Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS) am 4. Dezember 2016 in Thun EINSTIMMIG die NEIN-Parole gegen die USR III beschlossen hat. Die SPS ist also NICHT gespalten. Der Parteitag ist das höchste und massgebende Organ der SPS, in dem alle Sektionen mit gegen 600 Abgeordneten demokratisch vertreten sind.

Offenbar hat man auch Personen befragt, die angeben, Ja zu stimmen und der SPS nahe zu stehen. Wenn man mich befragte, würde ich die Umfrage auch verfälschen helfen: Ich würde sagen, dass ich NEIN stimmen werde und der SVP nahe stehe.

Die Tagesschau müsste deutlich sagen, dass die Umfrage NICHT Mitglieder der SPS meint, was sie wieder einmal unterlassen hat. Diese Klärung hätte in die Meldung gehört. Die Hörer/innen können nicht zwischen Mitgliedern und selbst ernannten "Sympathisierenden" unterscheiden. (Die Redaktoren auch nicht?)



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



22%
(18 Stimmen)
Georg Bender sagte December 2016

Dem Volk die Wahrheit erklären:
Ein sehr gutes Beispiel von Geldgenerierung ist die NEAT! Da wird ökonomisch und politisch von Kosten und grossem Wagnis gesprochen? Die Politiker lassen sich zu unrecht feiern! Das gemeine Volk wird (bewusst?) irregeführt!

Die Mittel für die Gemeinwohlaufgabe hätte auch schulden- und zinsfrei in den Wirtschaftskreislauf gegeben werden können! Die Mittel (Kredite = Geldmengenerhöhung, Anleihen = Schuldengeldumlagerun​g) können im Rahmen des Kreditausstandes immer zirkulieren! Bei der Generierung werden Gewinne ermöglicht und mit dem geschöpften Volumen, Arbeitsplätze gesichert (Geld- und Güteraustausch)! Die allfälligen bankübergreifenden Transaktionen werden im SNB-Buchungsraum von Bankkonto zu Bankkonto, evt mit Interbankkrediten = Geldmengenerhöhung, erledigt! Das Geld- und Wirtschaftssystem ist eine Endlosschlaufe zur Sicherung der Arbeitsplätze und daraus werden auch immer wieder Steuern fällig!

Diese Art von Schulden müssten eigentlich niemals zurückbezahlt werden. Auf diese Weise ist unser Wohlstand entstanden! Dieses Vorgehen ist nur wenigen Ländern erlaubt!

Haben Sie die Neat-Investition schon einmal aus der genannten Sicht von Ökonomen und Politiker erklärt erhalten?

In den Medien lassen sich die Politiker feiern, als wären sie dazu berechtigt! Aufwertung ihrer Wichtigkeit und Irreführung der Bevölkerung hüben wie drüben! Ein wiederkehrende alltägliche Prozedere!

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen einen schönen Start in die neue Woche!




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

47%
(19 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2016

Hier ein weiteres Beispiel:

Den Begriff "Abschaffung des Kapitalismus" verwenden? Pfui, rufen die Medien.

Aber die Abschaffung des Kapitalismus erfolgt ja nicht durch die SPS sondern kontinuierlich durch die Grossfinanz, die es bereits fertiggebracht hat, dass die globale Marktwirtschaft nicht mehr funktioniert!

Die Märkte sind durch die komplette Deregulierung ruiniert worden. Es wird nur noch Geld bewegt, aber kein Kapital, das dem Wert von Produkten entspricht. Dahinter steckt die Philosophie des "Shareholder-Value", also die Schein-Steigerung des Unternehmenswertes. Diese auf kurzfristiges Denken setzende Bewegung ging von den USA aus und hat nun fast zwei Jahrzehnte lang zu einer der grössten wirtschaftlichen Fehlsteuerungen von Ressourcen geführt. Dieser Finanzkapitalismus ist investitions- und innovationsfeindlich und führt zur Selbstausbeutung von Unternehmen, weil es nur noch um höhere Aktienkurse zulasten von Kunden, Qualität, Technologie und Innovation geht.

Inzwischen ist der Finanzkapitalismus bisheriger Prägung am Ende. Wir erleben den Kollaps neoliberaler Illusionen. Dennoch wird uns der Geldismus noch einige harte Jahre bescheren.

http://www.augsbu​rger-allgemeine.de/co​mmunity/forum/deutsch​land,-europa-und-die-​welt/quot-Dieser-Kapi​talismus-schafft-sich​-ab-quot-von-ganz-all​ein-id10253456/106595​61--id10659561.html

Und hier wird sich u. a. die SPS mächtig ins Zeug legen müssen, damit diesen marktwirtschaftlichen​ Auswüchsen Zügel angelegt werden können. Wie können Sie das unterstützen, liebe Leserinnen und liebe Leser?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



28%
(18 Stimmen)
Hans Knall sagte December 2016

Auch wennl die SP jetzt verschämt dazu nicht mehr "Kommunismus" sagt, ist die Menschenverachtende Ideologie in dieser Partei und ihren Programmen dennoch immer noch für alle offensichtlich, die noch wissen was Kommunismus ist.

An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen...!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



32%
(19 Stimmen)
Urs Gassmann sagte December 2016

Im Wirtschaftspapier wird gefordert, die Mitarbeitenden am Erfolg eines Unternehmens zu beteiligen. Erfolg kann Gewinn oder Verlust bedeuten; somit könnten die Mitarbeitenden auch zur Kasse gebeten werden. In diesem Fall würden die dann Zeter und Mordio schreienden Sozialdemokraten sofort von der neuen Regelung abkehren wollen.

Die heutige Sozialdemokratie besteht praktisch nur aus Mitteständlern, die mitnichten unterdrückt sind. Wenn ihre Mitglieder den Text der Internationalen absingen, so ist dies nur mehr Folklore. Im weiteren wächst die Tendenz, vom Internationalismus abzurücken, und der in absehbarer Zeit überwunden geglaubte Nationalstaat beginnt, die alte Geltung wiederzuerlangen. Hier orten die führenden Sozialdemokraten zu Recht die Wucherung eines Klumpfusses ihrer Politsektiererei. Doch ist man dort verstockt gegenüber der Einsicht, dass Nationalstaaten nicht unterzukriegen sind, und
strebt nach lachhaften Versuchen, dieser Realität entgegenzuwirken.

Herr Oberli schreibt, die SPS sei nie kommunistisch gewesen, und er begründet dies mit ihrer
Geschichte, aber eben nur bis zum Jahre 1919. Nach 1989 sind die Parteien, die sich offen
kommunistisch deklariert hatten, fast verschwunden, nicht aber Ihre Adepten; diese haben sich vor
allem in der SPS niedergelassen, so dass die Behauptung, die SPS habe nichts mit dem Kommunismus zu tun, heute unzutreffend ist .

Wie ich die Medienberichte über den SP-Parteitag erlebt habe? Ich nahm davon nur ganz oberfläch-
lich Kenntnis, denn diese sich zunehmend ins Abseits begebende Partei hat in der heutigen
Realität eine allzu marginale Bedeutung, auch wenn sie mit zwei Bundesräten überdotiert ist und
Ihnen die gleichgeschalteten Medien viel zu viel Plattformen zur Verfügung stellt. Die Schaumschlä-
gerei der SPS, eines Fossils, ist mir ziemlich gleichgültig.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

45%
(20 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2016

Diese abenteuerliche Desinformation soll also auch in meinem Blog weitergehen – so mit "Kommunistischen Regeln von ca. 1918/19" – ohne verlässliche Quelle natürlich.

Und wer diese Regeln erdacht? Der Leser Kurt J. Fischer von Udligenswil LU in einem Leserbrief in der rechtsextremen "Schweizerzeit" im Jahr 2011. Von der Redaktion betitelt mit "Kommunistische Regeln für die Revolution". Das alles unter "Waffenmonopol für Verbrecher? – Entwaffnungsinitiativ​e NEIN".

http://www.​schweizerzeit.ch/entw​affnungsinitiative/ww​w.entwaffnungs-initia​tive-nein.ch/links/le​serbriefe/kommunistis​che-regeln-fuer-die-r​evolution.html

Blö​der geht's nicht mehr!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?