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Fussgängerstreifen und Unfälle

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Fussgängerstreifen - Unfallverhalten

    Mich wundert es nicht, dass Unfälle an Fussgängerstreifen wieder zu nehmen.  Man hat mal eine gute Regelung gehabt mit dem eingängigen Slogan: „Zeichen schaffen Klarheit“! Es müssten sich diese Leute mit dem „APPCO2-Syndrom „* endlich behandeln lassen, damit Regelungen „Miteinander“ statt „Gegeneinander“ gefunden werden können.

 

     Diese Leute sind mitschuldig, dass das Zeichengeben abgeschafft wurde und vielen Fussgängern eine falsche Sicherheit implementiert wurde. Die meisten Fussgänger sind zwar vernünftig genug, suchen den Augenkontakt mit den Fahrzeugführern, um ein Anhalten zu erkennen und geben wenn nötig auch Zeichen. Es gibt leider Leute – die im Gefühl voller Sicherheit und berechtigt, jeden Fussgängerstreifen ohne jegliche Beachtung der Verkehrsverhältnisse und ohne irgendwelche Ankündigung, einfach zu überqueren – was in der Folge zwangsläufig auch zu Unfällen führt. Natürlich ist immer der Fahrzeugführer schuldig, ob effektiv schuldig, oder nicht. Alkohol und zu schnelles Fahren sind sicher da und dort auch mitschuldig, und müssen klar und streng bestraft werden! Doch müsste auch den Fussgängern klar gemacht werden, dass sie den Verkehr und die Fahrzeugführer im Auge behalten sollten, bevor sie den Zebrastreifen überqueren. Viele Kinder machen das hervorragend, warten, schauen und gehen erst dann, wenn der Fussgängerstreifen frei ist, bzw. das Fahrzeug anhält! – und danken erst noch, wenn sie sicher über den Streifen gehen können! Diese Kinder kennen wahrscheinlich die Drei L: lose, luege, loufe!  Viele Leute, die unter dem APPCO2-Syndrom leiden, latschen einfach auf die Strasse, ohne den Verkehr zu beachten. Sie sind ja im Recht, passiere was wolle, und denken, alle Fahrzeugführer können rechtzeitig anhalten, wenn sie nur wollten - und wenn nicht, müssten die eben zahlen! Diese Fussgänger denken allerdings nicht, dass sie dabei schwerverletzt, oder sogar getötet werden könnten! – man muss es ihnen sagen! Natürlich muss der Stärkere – in diesem Fall der Fahrzeugführer – viel mehr aufpassen und die Fussgängerstreifen gut im Auge behalten, um auch bei Spontanabzweiger/ Spontanabzweigerinnen​ eventuell noch rechtzeitig anhalten zu können.

 

     Man müsste natürlich die Strassenübergänge noch viel besser markieren und beleuchten und mit reflektierenden Streifen versehen. Fussgängerstreifen unmittelbar nach unübersichtlichen Kurven, oder nach grossen Bäumen, oder hohe Büsche, welche die Übersichtlichkeit behindern könnten, müssten versetzt werden! Wo nicht möglich, müssten gut sichtbare Ankündigungssignale gesetzt werden. Nach einem Kreisel sollten nach Möglichkeit, mindesten 3 - 4! PW oder ein Lastwagen mit Anhänger Platz finden, damit der Kreisel nicht behindert wird, wenn der Fahrzeugführer anhalten muss! Die Fussgängerstreifen sollten nach Möglichkeit immer dort gemacht werden, wo die Fussgänger die Strasse auch am ehesten überschreiten würden! Sinnvolle Verbindungen! Vielleicht mal ein Fussgängerstreifen mehr, als einer zu wenig. Das militärische Prinzip „die Leuten sollen halt laufen“ sollte vermieden werden, weil die Leute - sie machen es nicht! Vielleicht müssten auch mehr Über- oder Unterführungen gemacht werden!? Kostenfrage!? Über- oder Unterführungen sind allerdings ein Problem für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer.

 

      Also, es sollte ganz klar „Miteinander“ statt „Gegeneinander“ geplant und gearbeitet werden!  Und Zeichen würden Klarheit schaffen – und die Unfälle gehen wieder zurück!

 

*APPCO2-S​yndrom: krankhafter Hass auf Autos, Parkplätze und CO2


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Andrea Mordasini sagte July 2012

Als Mutter und Fussgängerin bin ich froh und erleichtert über Massnahmen zur Fussgängersicherheit.​ Die vielen tragischen und teils gar tödlichen Unfälle auf Zebrastreifen gaben und geben mir sehr zu denken. Neben besser positionierten, besser markierten, speziell beleuchteten Streifen, Bodenwellen vor und/oder leicht erhöhten und Mittelinseln braucht es längere Grünphasen für Fussgänger und Temporeduktionen vor Kindergären und Schulen! JEDER Verkehrsteilnehmer (Fussgänger, Velofahrer, Automobilist) ist gleichermassen gefordert und muss vor-, rück und nachsichtig sein und bei Missachtung der Regeln bestraft werden. Ich bin jedoch ganz klar gegen die Aufhebung des Vortrittsrechts, denn so blieben die Fussgänger einmal mehr wortwörtlich auf der Strecke und die Autolenker im Glauben, ohne schauen und anhalten zu müssen, über die Fussgängerstreifen fahren zu dürfen... Doch trotz Vortrittsrechts: dieses niemals erzwingen, immer altbewährtes "warte, luege, lose, loufe", stets Blickkontakt zum Fahrer halten, Handzeichen geben und bei Dunkelheit Warnwesten und/oder Leuchtbänder tragen. Mit etwas mehr Rück-, Vor- und Nachsicht, Aufmerksamkeit, Geduld, Respekt, Toleranz, Anstand, Eigenverantwortung und gesundem Menschenverstand auf ALLEN Seiten kommt jeder vorwärts und unfallfrei ans Ziel, auch der Gestresseste :)!


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75%
(4 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2012

Herr Willy Brauen,
So würde es funktionieren. Es geht wirklich überall nur ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander.
Haben​ sie sehr gut geschrieben, danke.


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25%
(4 Stimmen)
S. Gallenblog sagte December 2011

Als verantwortungsbewusst​er Vater begleite ich meine Kinder lieber tagtäglich 4 mal auf ihrem Schulweg.

Auch wenn das für mich bedeutet, dass mich mein Arbeitgeber nicht mehr brauchen kann, weil ich nicht schon um 8.00 Uhr am Arbeitsplatz sein kann und schon um 11.30 wieder gehen muss.

Dann leb ich halt von der ALV, obwohl ich wegen meines Verantwortungsbewusst​seins für meine selbst gewollten Kinder nicht mehr vermittelbar bin und nun mit dem Existenzminimum (wie auch meine Kinder) leben muss.

Danke Föderalismus, danke Verkehrspolitiker, dass meine Kinder nichts mehr Rechtes zu essen haben, keinen Verein oder Musikunterricht mehr besuchen können.
Hauptsache unsere Wohnquartierstrasse, die der Kanton zum Autobahnzubringer umfunktioniert hat, ist voll mit Quarierfremden.

Ic​h dachte bei uns zählt der Föderalismus noch.


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60%
(5 Stimmen)
S. Gallenblog sagte December 2011

Ich musste schon beim Schulleiter antraben, weil ich als scheinbar unverantwortlicher Vater meine Kinder zu Fuss über eine Autobahnzubringerstra​sse in die Schule schickte statt sie mit dem Auto zu fahren.


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