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Die Schweiz präsidiert 2014 die OSZE

Die Schweiz wird 2014 die Or­ga­ni­sa­tion für Si­cher­heit und Zu­sam­men­ar­beit in Eu­ropa (O­SZE) präsidieren. Als ers­tes Land überhaupt hat die Schweiz die Ehre, diese Po­si­tion be­reits zum zwei­ten Mal inne zu ha­ben. Dies zeigt die Wich­tig­keit der Rolle der Schweiz und den Re­spekt, wel­chen die Schweiz in der OSZE und auf der in­ter­na­tio­na­len Bühne geniesst.

Zusammen mit Serbien, das die OSZE 2015 präsidieren wird, hat die Schweiz einen gemeinsamen Arbeitsplan über zwei Jahre ins Leben gerufen. Dies garantiert eine gewisse Kontinuität des OSZE-Vorsitzes. Unter dem Leitmotiv „Eine Sicherheitsgemeinscha​ft im Dienste der Menschen schaffen“ konzentriert sich die Schweiz in ihrem Präsidialjahr auf drei Hauptgebiete. Dies ist erstens die Förderung von Sicherheit und Stabilität, wo durch Vertrauensbildung zwischen Konfliktparteien Lösungen vor allem im Südkaukasus und Westbalkan gefunden werden sollen. Zweitens die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen durch die Verpflichtung der Teilnehmerstaaten zur Umsetzung ihrer humanitären Ziele. Und drittens will die Schweiz eine Stärkung der Handlungsfähigkeit der OSZE. Dies möchte sie vor allem durch den Einbezug der Zivilgesellschaft erreichen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Youth for Security and Cooperation in Europe“. Jugendliche können dabei ihre Ideen zu einem OSZE-Jugendaktionspla​n einbringen. 

Breiter Sicherheitsbegriff

D​ie OSZE ist die grösste regionale Sicherheitsorganisati​on der Welt und sie fasst den Sicherheitsbegriff sehr weit. Es geht ihr nicht nur um militärische und politische Sicherheit, sondern auch um deren wirtschaftliche-, umweltpolitische- und menschliche Dimensionen. Diese breite Definition ermöglicht es der OSZE, sich fortlaufend neuen Herausforderungen anzupassen. Denn Terrorismus, Drogen- oder Menschenhandel lassen sich nicht mit militärischen Lösungen beheben. Es braucht dazu weitergreifende Instrumente, welche die OSZE zur Verfügung stellen kann. Dazu gehören die verschiedenen Feldoperationen in denen die OSZE vor Ort eingreifen kann oder die Überwachung der demokratischen Prozesse, Minderheitenschutz oder Medienfreiheit in den Teilnehmerstaaten.

Geh​ör auch für kleinere Staaten

Die OSZE ist eine umfassende Organisation, die auf dem Konsensprinzip aufgebaut ist. Dieses Prinzip ermöglicht es vor allem auch kleineren Staaten, sich in die multilateralen Gespräche einzubringen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Die Entscheidungen, die von der OSZE gefällt werden, sind zwar nicht bindend. Der Vorteil ist jedoch, dass ihre Implementation sehr wahrscheinlich ist, da der Entscheid von allen Teilnehmerstaaten getragen wird.

Frieden nicht als selbstverständlich ansehen

Der Frieden, der momentan in Europa und den meisten Gebieten der OSZE herrscht, darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. In einer sich immer schneller verändernden Welt muss kontinuierlich an dieser Errungenschaft gearbeitet werden. Die OSZE hat die nötige Infrastruktur sich dieser Aufgabe anzunehmen. Sie hat einen ständigen Dialog institutionalisiert, der zur Vertrauensbildung und zum gegenseitigen Verständnis der Teilnehmerstaaten führt. Dieser Infrastruktur muss Sorge getragen werden.

Die Schweiz muss in ihrem Präsidialjahr versuchen der OSZE neues Leben einzuhauchen, ohne die bereits geleistete Arbeit zu gefährden. Multilateralismus ist die Zukunft der Friedenserhaltung und die Schweiz kann mit ihrer Erfahrung und guten Arbeit dazu beitragen, dass dieser institutionalisierte Dialog weiterhin erfolgreich bleibt. Die CVP unterstützt dieses Engagement zur Friedensbildung und -erhaltung. Die Schweiz beweist damit Mut Verantwortung in Europa zu übernehmen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(2 Stimmen)
Jörg Matter sagte February 2014

Ja, sehr gute Zusammenarbeit zur Zeit im kalte Zeit der Krieg seit im Bau der Berliner Mauer damals noch kein OSZE nicht gegründet.
Darum der Friedensnobelpreisträ​ger Willy Brandt und deutsche Ex-BRD Bundeskanzler war deutsche-deutsche Entspannungspoltik zwischen West und Ost und ein Freund ex-Staats- und Parteichef der Sowjetunion Leonid Breschnew.
Er wollte seine Gründung zwischen über eiserne Vorhang mehr Sicherheit und Frieden zur Zusammenarbeit der Ostblockstaaten bessere Verständigung erläuten.
Um diese Verhinderung falls im Atomkrieg wird unser Erde lebenlos verwüsten.
Wie in Hiroshima verseuchtbar und jetzt jede jahr 300 Strahlenopfer immer sterben...
Auf den Atombombenbestände zwischen neue Russland und USA sowie andere Atommächte noch über 20'000 (!) sind.
Gut zur Abbau zur Atombomben zur Abrüstungsverhandlung​srunde...


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53%
(15 Stimmen)
* * sagte January 2014

Wenn man an Märchen glaubt, glaubt man auch an diese int.Organisationen die alle durch und durch Korrupt sind!


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55%
(22 Stimmen)
Georg Stamm sagte January 2014

Nach dem Multikulturalismus (Multikulti) wird da von Frau Schneider von der CVP der Multilateralismus (den nennen wir "Multilateri") als Friedensmassnahme gelobt. Für den ist die OECD zuständig. Die OECD sichert also den Frieden in Europa, so sagt Frau Schneider von der CVP. Immerhin sagt sie auch, dass dieser nicht selbstverständlich ist (der Frieden). Da nun die Schweiz und dann Serbien den OECD-Vorsitz hat, ist dieser wenigstens für 2 Jahre garantiert und man kann auf die Gripen verzichten, oder ? Immerhin dürfen wir damit rechnen, dass im 2-jährigen Aktionsplan der OECD die Erstellung von schwarzen Listen mit der Schweiz darauf nicht vorgesehen ist. Was meinen sie, Frau Schneider ?


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66%
(44 Stimmen)
Bea Habegger sagte January 2014

Es wäre bemerkenswert Bundesrat und Parlament würde ebensoviel Mut beweisen, die Schweiz, dessen Bürger/Innen und Ressourcen verantwortungsvoll zu vertreten.


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