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In der Gunst der Tagesschau-Macher

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Die SP und die SVP be­ru­fen hin­ter­ein­an­der eine Me­dien­kon­fe­renz ein. Wie die Ta­ges­schau des Schwei­zer Fern­se­hens in ihrer je­wei­li­gen Haupt­aus­gabe darü­ber be­rich­tet, zeigt ex­em­pla­risch die Schlag­seite der Newsma­cher auf.

 

Dienstag 21. Juli, die SP stellt ihr Positionspapier «Klimaschutz: Jetzt erst recht!» vor. Nationalrat Beat Jans darf im Beitrag der Tagesschau während 23 Sekunden erklären, warum es mehr staatlich geförderte Investitionen für den ökologischen Umbau der Wirtschaft braucht. Das nächste Statement (20 Sekunden) gehört Jan-Egbert Sturm von der Konjunktur-Forschungs​stelle der ETH. Er findet die Verlängerung der staatlich verbürgten Corona-Kredite als Konjunktur-Programm gut und ist damit argumentativ auf der gleichen Linie wie Jans, auch wenn er nicht explizit von Klimaschutzmassnahmen​ spricht. Als Gegenstimme darf FDP-Nationalrat Damian Müller zum Abschluss 15 Sekunden lang den Vorschlag der Linken kritisieren.

2 zu 1 für die SP.

 

Mittwoch 22. Juli, die SVP lädt zur Medienkonferenz «Volkswille umsetzen – kriminelle Ausländer endlich konsequent ausschaffen». Anlass ist die Analyse des Bundesamtes für Statistik, wonach im Jahr 2019 in 42% aller Fälle die Härtefallklausel angewendet wird und damit die verurteilten kriminellen Ausländer in der Schweiz bleiben dürfen, obwohl die Klausel eigentlich nur im Ausnahmefall zum Tragen kommen sollte. Alt-Nationalrat Adrian Amstutz erhält im Beitrag der Tagesschau 16 Sekunden Zeit, die Sicht der Partei darzulegen. Danach kommt die Gegenseite ausführlich zu Wort. Maya Hertig Randall (Uni Genf, Eidg. Kommission gegen Rassismus), Daniel Kiefer (Präsident Obergericht Kt. Solothurn, SP-Mitglied) und Fabian Molina (SP-Nationalrat) dürfen in insgesamt 40 Sekunden darlegen, warum das alles gar kein Problem ist.

1 zu 3 gegen die SVP.

 

So beeinflusst uns die Tagesschau

Unterstütz​en die Medienschaffenden eine politische Position, dann erhält diese im Beitrag mehr Sendezeit und mehr befürwortende Stimmen. Die Macher der Tagesschau mögen staatlich geförderte Investitionen für mehr Klimaschutz und möchten die Härtefallklausel auf gar keinen Fall strikter ausgelegt wissen.

Medienschaffe​nde lassen gerne ‘unabhängige’ Experten zu Wort kommen und verkaufen diese als sachliche Instanzen, die über dem politischen Hickhack stehen. Was natürlich Quatsch ist. Für jede Position findet sich ein Fachmann oder eine Professorin. Die Macher der Tagesschau wählen gezielt diejenigen aus, welche das sagen, was sie zur Unterstützung der von ihnen präferierten politischen Seite hören wollen.


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