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Prioritäten in der Entwicklungshilfe

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Prioritäten in der Ent­wick­lungs­hil­fe​: Frei­wil­lige Fa­mi­li­en­pla­nung und Ein­bin­dung in die in­ter­na­tio­nale Ar­beits­tei­lung

10% der bestehenden Entwicklungshilfegeld​er für das UNO-Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung wären bescheiden und dringend nötig. Wir wollen den Entwicklungsländern keine Vorschriften machen, nur jene Entwicklungsländer und Familien unterstützen, welche unter der hohen Kinderzahl leiden.

Westeuropa ist darum reich, weil die Menschen dort die Länder dazu gemacht haben. Weshalb gibt es in Afrika keine Textilindustrie, keinen leichten Maschinenbau, kaum Weiterverarbeitung bei Nahrungsmitteln? Wenn die Menschen gebildet sind, die Regierung nicht korrupt ist und ein gewisser Fleiss herrscht, kann jedes Land in Afrika irgendwann in europäische Verhältnisse aufsteigen. Aber das hören viele nicht gerne. Heute ist Afrika überhaupt nicht eingebunden in die internationale Arbeitsteilung, in die Wertschöpfung. Und genau darum braucht es die jungen Afrikaner, die zu uns kommen, vor Ort.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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78%
(9 Stimmen)
Brian Bader sagte Vor 6 Tagen

«Westeuropa ist darum reich, weil die Menschen dort die Länder dazu gemacht haben.»

Wie soll man diesen Satz verstehen, Herr Schneider? Man könnte vermutlich Seitenweise schreiben: Westeuropa ist darum reich, weil …

Zwei Historiker liefern eine auf den ersten Blick überraschende These: Krieg und Tod haben Europa den Reichtum gebracht:

«Nico Voigtländer und Hans-Joachim Voth terminieren in einem Beitrag im aktuellen «Journal of Economic Perspectives» den Startschuss des europäischen Aufschwungs auf das Jahr 1350. Das war das Jahr, in dem die erste Pest-Epidemie zwischen einem Drittel und der Hälfte der Bevölkerung Europas auslöschte. In einer Zeit, als das Wachstum der Wirtschaft auf dem Produktionsfaktor Boden beruhte und das erzielte Pro-Kopf-Einkommen eine Funktion aus dem Verhältnis des verfügbaren (Agrar-)Landes und der darauf lebenden Bevölkerung war, bedeutete dies: Die Überlebenden des Schwarzen Todes waren reicher, ihr Pro-Kopf-Einkommen stieg. Die Pest hatte ja «nur» Menschen erwischt, den verfügbaren Kapitalstock aber nicht tangiert.»
Quelle:
https://blog.tagesanz​eiger.ch/nevermindthe​markets/index.php/337​00/wie-der-krieg-euro​pa-reich-gemacht-hat/​

Vom 15. bis ins 18. Jahrhundert war tatsächlich die kriegerischste Zeit der Menschheitsgeschichte​:

http://ieg-ego.eu/d​e/threads/buendnisse-​und-kriege/krieg-1450​-1789/aaron-graham-kr​ieg-1450-1789/view

Ein weiterer Beitrag zum Reichtum (West)Europas trug die Sklaverei bei:

https://www.b​pb.de/geschichte/zeit​geschichte/postkoloni​alismus-und-globalges​chichte/219137/sklave​rei-und-sklavenhandel​
und
https://www.bi​lanz.ch/unternehmen/s​chweizer-sklavenhande​l-die-schweizer-sklav​enhaendler
und
http​s://www.cooperaxion.o​rg/_wp/wp-content/upl​oads/2012/01/website1​2_wschaft_sklaverei_k​lein-.pdf




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70%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 7 Tagen

Was uns der industriell beförderte und obrigkeitlich quasiverfügte Durchmarsch von Verhütungs- (am meisten verbreitet ist die krebsfördernde „Pille“) und Abtreibungsverfahren gebracht hat, kann man heute eins zu eins beobachten. Bizarrerweise wird diese Lebensverhinderungs- und Tötungspraxis auch noch als „Familienplanung“ sprachgeregelt.

He​ute haben wir eine reproduktiv ungenügende Kinderzahl unter den Westeuropäern. Wenn es so weitergeht sterben sie aus. Nun sollen sie durch die ebenfalls staatlich erwirkte „Migration“ aus kulturfremden Gegenden ersetzt werden. Das Ziel ist eine Umvolkung des weissen Menschen!

Wer glaubt, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, verweigert sich der Realität und glaubt grundsätzlich, die „Verantwortlichen“ würden es schon richtig machen. Nur übersieht er, dass „die Verantwortung“ für negative Folgen in keinem einzigen Fall von den für die besagten Massnahmen Verantwortlichen übernommen wird.
Denn die wollen ja die Umvolkung. An nichts anderem arbeiten sie. Sei es per „Öffnung der Grenzen“, per Bereitstellung fürstlicher „Sozialnetze für Einwanderer“, per „Migrationspakt“ oder per angeblicher „Klimakatastrophe“ als Fluchtgrund usw. Alles unter Abwälzung der dafür „nötigen“ finanziellen Belastung auf die ansässige, produktive Bevölkerung, die gleichzeitig immer kleiner wird.


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56%
(9 Stimmen)
Alex Müller sagte Vor 8 Tagen

In Ländern, wo staatliche Institutionen wenig zu bieten haben, als wir hier gewohnt sind, gibt es eher mehr Kindern. Das war früher bei uns auch so, als wir mehrheitlich noch von der Landwirtschaft lebten. Ohne AHV und Rentensysteme waren die Kinder der Garant dafür, dass der Hof , oder ein Handwerksbetrieb weitergeführt werden konnte. Man erwartete von den Kindern, dass sie ihren Eltern ein anständiges Alter ermöglichten. Darum denke ich, dass es in ländlichen Gegenden Afrikas oder Südamerikas auch heute noch so gehandhabt wird. ich kann in meinem Stammbaum nachlesen, dass im 18./19.Jahrhundert oft Familien 8 bis 10 Kinder hatten. Allerdings kann man anhand des Stammbaumes auch sehen, dass die Kindersterblichkeit und die Mütter-Sterblichkeit hoch waren.
In diesem Sinne können wir nicht einfach europäische "Rezepte" über Afrika stülpen, was die Geburtenkontrolle betrifft.


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8%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 8 Tagen

Herr Alex Schneider
Korrupt sind auch die Anbieter! Es ist eben so organisiert, dass unser Reichtum gesichert sein muss. Warum dürfen diese Länder das Geldsystem so umsetzen, wie es einige Länder (USA, CH, EUR, etc.) können? Warum wird die Währung nicht als Zahlungsmittel akzeptiert?
Die Altruistik ist der Gegenpart der Ausbeutung!

Diese Wahrheit können nur wenige verstehen; denn Sie haben keinen blassen Schimmer, welche Auswirkung die Geldzirkulation in einer gegenseitigen Leistungserbringung hat! Die Daumen nach unten Drücker sind doch in der Mehrheit?



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20%
(15 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte Vor 8 Tagen

Mit der Bevölkerungsdichte ist Bangladesh weltweit an der siebten Stelle. Auch hier steigt der Meeresspiegel, die Prioritätensetzung zur Reduktion der Geburten ist weit schwieriger als bei den Malediven:

Banglad​esh ist durch die globale Erwärmung in besonderer Weise bedroht: Wegen der geografischen Bedingungen – der Großteil des Landes liegt nur wenig höher als der Meeresspiegel –, der hohen Bevölkerungsgröße von etwa 160 Millionen Menschen sowie wegen des Umstandes, dass die Bevölkerung auf relativ wenig Landfläche siedelt und zu etwa 80 % unterhalb der Armutsgrenze lebt, hat das Land nur schlechte Chancen, sich an die Folgen der globalen Erwärmung anzupassen. Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter würden ohne Küstenschutzmassnahme​n etwa 18 % der Fläche von Bangladesch überschwemmt werden, womit ca. 38 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren und zu Klimaflüchtlingen würden. (nach Wikipedia)

Durch den Anstieg des Meeresspiegels gehen in den nächsten Jahren also 18% der Fläche verloren; hier könnten 38 Mio Menschen ertrinken ... In Afrika wäre genügend Platz für diese Menschen nur in Libyen, das punkto Dichte weltweit an zweitletzter Stelle steht. Aber auch so würde in Rest-Bangladesh die Dichte nur unwesentlich sinken.



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21%
(14 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte Vor 8 Tagen

Z. B. die Malediven haben die vierthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. Der Archipel wird in den nächsten Jahren wegen des Klimawandels im steigenden Meer untergehen. Wir können die weitere Vermehrung der 350000 Menschen hier so verhindern, indem wir sie entweder ertrinken lassen oder sie z. B. nach Namibia (Afrika), wo es noch viel Platz hat, bringen – je nach der "Priorität", die natürlich "wir" bestimmen.


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21%
(14 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte Vor 8 Tagen

"10% der bestehenden Entwicklungshilfegeld​​​​er für das UNO-Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung (...)"

1) Es gibt kein solch abstruses "Menschenrecht".

2​​​) Die UNO kann ihren Mitgliedländern keine Massnahmen für die Reduktion der Geburten aufzwingen.

3) Demokratische Staaten können der Bevölkerung ebenfalls keine solchen "Geburtenkontrollen" aufzwingen.

4) Entwicklungshilfswerk​​​en (NGO) können von aussen keine Vorschriften über die Verwendung der Mittel gemacht werden.

5) Es bleibt nur die breite Aufklärung über die Geburtenkontrolle, die in den am dichtesten besiedelten Staaten ausgebaut werden sollte, so in Monaco, Singapur, Bahrain, Malediven, Malta, Bermuda, Bangladesh, Niederlande, Palästina ...

6) In den Ländern Afrikas besteht also kein Bedarf für solche Massnahmen. Namibia, Libyen, Botswana, Mauretanien, Zentralafr. Republik, Gabun und Tschad gehören weltweit zu den Ländern mit der tiefsten Dichte.


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53%
(15 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Vor 8 Tagen

Den Vorschlag, 10% der Entwicklungshilfegeld​er für Familienplanung einzusetzen, machte seinerzeit schon Ecopop, allerdings mit der Verteilung von Gratiskondomen. Wo eine grosse Kinderzahl aufkommt, bedeutet dies, dass es den Leuten dort wirtschaftlich gut geht. Mein Vorschlag wäre, die Entwicklungshilfe gänzlich einzustellen; erst dann würden sich die afrikanischen Völker zusammenreissen. Und wozu sollen wir Afrika überhaupt unsere europäischen Verhältnisse aufdrängen?


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