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Schweizer Demokraten (SD): Raus aus der Fremdenfeinde-Ecke!

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Die Schwei­zer De­mo­kra­ten (SD) haben ein­mal mehr eine Wahl­schlappe er­lit­ten.

Wenn sie je wieder einmal eine angemessene Bedeutung für ihre potenzielle Wählerschaft erhalten wollen, müssen sie – neben der konsequenten Verteidigung der Schweizer Souveränität und der Verfolgung ihrer Umwelt- Natur- und Heimatschutzziele – alles unternehmen, um ihr Image als fremdenfeindliche Partei loszuwerden. Dazu müssen völlig überzogene Forderungen fallengelassen werden. Das würde unter anderem bezüglich Hauptprogramm der SD vom 23.3.2013 bedeuten:

Zu 1.1

Verzicht auf symbolpolitische Massnahmen (Auswendiglernen der Schweizer Nationalhymne an der Volksschule, Quoten für einheimische Gastronomie, etc.).

Zu 1.5

Rückschaffung von Asylbewerbern nur dort, wo dies völkerrechtlich möglich ist. Durch Verhandlungen mit der EU ist sicherzustellen, dass die Zahl der Asylbewerber nach einem austarierten Schlüssel auf die Länder Europas verteilt wird.

Zu 1.7

Austritt aus der UNO ist politisch völlig unrealistisch.

Zu 1.9

Grösse der Armee von 250‘000 Personen ist völlig unrealistisch, ebenso die Wiedereinführung der Gewissensprüfung als Zulassungskriterium für den Zivildienst.

Zu 3.9

Nur über eine Zentralisierung der Spitzenmedizin erreichen wir die notwendigen Fallzahlen. Alternativmedizin ist weitgehend unwirksam und aus dem Grundversicherungskat​alog zu verbannen.

Zu 4.2

Eine flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Gütern können wir uns nicht leisten und ist auch ungerecht gegenüber der in dichten Agglomerationen wohnenden Bevölkerung.

Zu 4.4

Um eine schrittweise Liberalisierung der Agrarmärkte kommen wir nicht herum im Interesse unserer Industrie.

Zu 4.10

Ein Austritt aus der WTO ist völlig unrealistisch

Wo bleibt die Forderung nach Aufhebung des Bankgeheimnisses im Inland im Sinne der Steuergerechtigkeit?

Keine Aussagen zur Entwicklungspolitik? Entwicklungshilfegeld​er sind nicht zu kürzen, sondern deren Verwendung effektiver und effizienter zu gestalten.

Das Hauptprogramm der Schweizer Demokraten muss dringend modernisiert werden, im Interesse der Schweiz!

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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17%
(6 Stimmen)
Emil Huber sagte October 2019

"Alternativmedizin ist weitgehend unwirksam und aus dem Grundversicherungskat​​alog zu verbannen."

Altern​ativmedizin ist ein Sammelbegriff für alles mögliche. So kann man das nicht einfach so pauschal aburteilen.

https:​//de.wikipedia.org/wi​ki/Alternativmedizin


Es sollte doch jedem einleuchten, das bei einer Medizin, welche fast kein Geld einbringt, auch keine Forschungsgelder fliessen um die Wirksamkeit zu beweisen.
Was aber nicht automatisch bedeutet, dass sie deshalb unwirksam ist.
Zudem ist die Schulmedizin voller Irrtümer, man denke nur einmal an Contergan zurück.
Jedes Jahr müssen "wissenschaftlich" zugelassene neue Medikamente wegen schwerer Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen werden.

https://ww​w.daserste.de/informa​tion/wirtschaft-boers​e/plusminus/sendung/n​dr/medikamente-zulass​ung-100.html

Aber eben, es braucht ja immer wieder neue Medikamente damit Arbeitsplätze, Umsätze und Gewinne in der Branche gesichert sind.
Das falsche System dahinter erkennt man nicht?


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27%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2019

Haben sie ernsthaft was anderes erwartet?


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