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Zur Jahreskonferenz des Islamischen Zentralrates in Biel

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Die Per­ver­sion

des Hedonismus

 

Am 19.2. trifft sich der islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) in Biel. Ein Grund sich einmal ein paar Gedanken dazu zu machen:

 

Trotz teilweisen Ähnlichkeiten in der Garderobe stellen die Schweizer Konvertiten des IZRS und die einfachen Menschen aus dem arabischen Raum die zwei Pole der gesellschaftlichen Geschichte dar. Während Letztere durch ihre autoritär-traditionel​le Erziehung und ihrem Glauben an die ihnen vermittelten absoluten Normen mit unserer antiautoritären, auf Selbstverwirklichung zielen­den Gesellschaft in Konflikt geraten, gehören die Exponenten des IZRS zu den „Trendsettern“ unserer Gesellschaft. Als die Spitze der Bildungsrevolution und des modernen kulturellen Wandels nehmen sie für sich in Anspruch, ihre Selbstverwirklichung (oder besser Egoismus) über alle Autoritäten oder geltenden Normen zu stellen.  Es erstaunt deshalb nicht, dass der Grossteil der IZRS-Anhänger aus mittelständischem gesellschaftsliberale​m („linkem“) Hause kommen. Wichtig ist ihnen mehrheitlich das Extreme – das Fanatische, der Inhalt ist zweitrangig, weshalb sie auch vielfach ohne Mühe zwischen Extrem-Gruppierungen vom rechten und linken politischen Lager „switchen“ – nur um die langweilige bürgerliche Mitte machen sie einen weiten Bogen.

 

Den einen muss unsere Gesellschaft also klarmachen, dass sie sich dem Recht des Individuums auf Selbstverwirklichung unterzuordnen und ihre mitgebrachten absoluten Normen abzustreifen haben, den anderen hingegen (und das ist wesentlich schwieriger) muss die Gesellschaft die Grenzen aufzeigen, wo Individualismus (als Egoismus verstanden) beginnt, die Gesellschaft zu sprengen.

 

PS: Mit ihrem Drang auf ihre Individualrechte hätten unsere Konvertiten sicherlich keine grosse Zukunft in den Ländern Arabiens.


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80%
(5 Stimmen)
Angela Anders sagte March 2011

Es ist ja immer gut, wenn es Menschen gibt, die zu wissen glauben, was "die Gesellschaft muss". Genau HIER ist jedoch der Ansatz zur Demokratiefeindlichke​it zu orten - nirgends anders.
Selbstverwirklichun​g ja, aber bitte nur nach klaren Richtlinien und am liebsten nahe der "langweiligen bürgerlichen Mitte" - können wir uns solche Beschneidung unserer Freiheit wirklich leisten und schliesst sie uns nicht am Ende in einen Käfig ein (vielleicht immerhin in den "goldenen"...)?


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100%
(1 Stimme)
Wolfgang Kweitel sagte March 2011

Was bedeutet Gesellschaft?
"Gese​llschaft ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Formen zusammenlebender Gemeinschaften von Menschen, deren Verhältnis zueinander durch Normen, Konventionen und Gesetze bestimmt ist und die als solche eine Gesellschafts-Struktu​r (Gesellschafts-Gefüge​) ergeben."
Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.

1. Keine Gesellschaft kann ohne ein Mindestmass an Normen existieren, denn ohne diese wäre sie ja keine Gesellschaft mehr.
2. Demokratie wurde bis heute einzig IN Gesellschaften (Staaten) verwirklicht.

MfG


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60%
(10 Stimmen)
Muhammad Hanel sagte March 2011

Gut gesagt - "wer's nicht glaubt, soll sich mal ein bisschen mit dem Koran auseinandersetzen" ... genau - dann - wenn Gott will - käme er/sie vielleicht auf Gedanken, wie Muhammad ASAD ("Europas Geschenk an den Islam") sie in seinem Essay "Islamic Constitution Making" formulierte. Eine deutsche Übersetzung liegt seit kurzem ebenfalls vor: http://www.islamheute​.ch/Islamic_Constitut​ionMaking.pdf


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60%
(15 Stimmen)
Johann Holenweger sagte March 2011

Der momentan stattfindende Umbruch in den arabischen Ländern verleitet viele Politiker (inklusive unsere Bundesrätin Frau Calmy) zur Hoffnung, dass in diesen Ländern demokratische Verhältnisse entstehen könnten. Die Schweizer Regierung macht sich schon heute stark dabei behilflich zu sein. Leider wird das kläglich scheitern, weil Islam und Demokratie einfach nicht zusammenpassen. Warum? Weil die islamische Lehre keine Demokratie toleriert! Wer's nicht glaubt soll sich mal ein bisschen mit dem Koran auseinandersetzen.


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