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Der grösste Schweizer heisst Napoleon

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Welche Geschichtsbilder dominieren heute in der Schweiz?

 

Wie unterscheiden sich die Einschätzungen zwischen den sozialen Gruppen und wo bestehen allenfalls überrasch-ende Übereinstimmungen?

Auffällig sind dabei zunächst die geringen Unterschiede, die zwischen den Geschlechtern bestehen. Selbst bei der Frage nach den wichtigsten Gründen für die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz, weichen die Einschätzungen von Männern und Frauen nur wenig voneinander ab. Beide sehen in der direkten Demokratie die hauptsächliche Hürde bei dessen Einführung und nur rund jeder und jede Fünfte gab an, dass die Schweiz in gesellschaftlichen Fragen besonders rückständig sei. Ein markanter Geschlechterunterschi​​​​​​​​​​​ed zeigte sich in der gesamten Befragung nur an einem Ort, nämlich bei der Frage nach der Einzelperson mit dem grössten Einfluss auf die Schweizer Geschichte. 55 Prozent der Frauen und nur 37 Prozent der Männer sind der Meinung, dass auf diese Frage keine eindeutige Antwort möglich ist beziehungsweise, dass der grösste Einfluss von der Bevölkerung und von keiner Einzelperson ausgehe. Die deutliche Differenz in dieser Frage liefert zumindest eine indirekte Bestätigung für die These, dass Frauen einem Geschichtsverständnis​​​​​​​​​​​, das sich an starken Figuren und Ereignissen orientiert, skeptischer gegenüberstehen als Männer. Jene Frauen, die sich dennoch für eine Einzelperson entscheiden, setzen mit ähnlich klarem Vorsprung wie die Männer Napoleon an die Spitze.

 

 

Person mit dem grössten Einfluss auf die Schweizer Geschichte nach Geschlecht

 

 

Mit deutlichem Abstand folgt Alfred Escher, der von 8 Prozent genannt wurde. Danach folgen Henri Guisan und Huldrych Zwingli mit je 5 Prozent, Christopf Blocher mit 4,5 und Bruder Klaus mit 4 % der Stimmen. Diese einheimischen Heroen stehen laut Einschätzung der Befragten alle im Schatten eines ausländischen Herrschers, welcher der Schweiz eine Verfassung "aufoktroyierte". Dies ist wirklich bemerkenswert. Wie noch gezeigt wird, liegt dies jedoch kaum daran, dass Schweizer und Schweizerinnen nicht in ihre eigene Gestaltungskraft vertrauen. Vielmehr dürfte hier zum Ausdruck kommen, dass es in der Schweiz, im Land der Machtteilung und Machtbegrenzung, Überfiguren viel schwerer haben als in Frankreich mit seiner viel monokratischeren Tradition.

 

Bei der Gründungsthematik zeigt sich, dass die alten politischen Gräben an Virulenz verloren haben. Selbst unter den Sympathisierenden der SVP sieht eine Mehrheit von knapp 60 Prozent in Wilhelm Tell keine historische Person, sondern eine Sagengestalt oder eine literarische Figur. Dies ist zwar weniger als bei den Befragten insgesamt – dort sind es sogar 80 Prozent – aber dennoch keine Mehrheit. Noch weiter von einer Mehrheit entfernt, ist die die Vorstellung, dass die Schweiz bereits 1291 unabhängig geworden ist. Nur 29 Prozent der befragten SVP-Anhänger und ‑Anhängerinnen gehen davon aus. Die dem rechten Spektrum oft nachgesagte Fixierung auf 1291 scheint es nicht, oder nicht mehr, zu geben. Ähnliches gilt auch für das linke Milieu und 1848.  Bei der Anhängerschaft des rotgrünen Parteienspektrums wird zwar die Bundestaatsgründung mit 45 Prozent besonders oft als Beginn der schweizerischen Unabhängigkeit gesehen, eine Mehrheitsmeinung ist es jedoch auch hier nicht. Trotz der grossen Bedeutung, welche aus der linken Seite 1848 zugeschrieben wird, assoziiert auch diese Personengruppe etwas häufiger den «Bundesbrief» mit der Gründung der Schweiz als die «Bundesverfassung».

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Quelle:

Sotomo, Gesellschaft, Politik & Raum

 

 

 

 

 

 

Sc​​​​​​​​​​hl​ussfolger​u​n​g​e​n​

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1​. Unsere persönliche zivilen Freiheiten

 

Persönli​​​​​​ch​​​ bin ich der Meinung dass wir Schweizer 1291 relativ unabhängig geworden sind, jedoch erst 1804 mit dem neuen Zivilgesetz wirklich auch unsere persönliche zivilen Freiheiten erhalten haben. Wir Schweizer haben Napoleon aber insbesondere die endgültige FREIHEIT von einer Fremdherrschaft, nämlich vom habsburgerischen Joch zu verdanken. Denn 1804 schlug Napoleon das damals noch zu Österreich gehörende Land vom Fricktal (heute Kt. Aargau ) als französischer Kaiser verbindlich zur Eidgenossenschaft.

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2. Genug von Fremdherrschaft

 

Wir​​​​​​ Schweizer haben also das moderne Zivilrecht, abgeleitet vom franz. „Code civil“, eine der modernsten Errungenschaften von Napoleon gegenüber dem vorherigen Feudalsystem der von Bern beherrschten alten Eidgenossenschaft. Die Berner „Obrigkeiten“ hielten damals auch fast den ganzen Kt. Aargau besetzt, wovon heute noch die zahlreichen Restaurant „Bären“ im Kt. Aargau Zeugnis ablegen. Von dieser (schon damals) recht arroganten Berner Obrigkeiten, immer Überlegenheit markierend von oben nach unten, von da her stammt ja auch der Spruch als Überlieferung:

 

"Syt er Wer, oder sind er bruefstätig".

 

3. Das wahre Frauenstimmrecht.

 

Die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz wird meiner Meinung nach aber auch von „Sotomo“ völlig falsch verstanden, nämlich warum diese erst so spät in der Schweiz angenommen wurde vom Schweizer Stimmbürger. In einem Gleichnis sei dies offenbart: Mann und Frau besprachen damals am Abend nach getaner Arbeit so war und sollte es nämlich heute noch richtig in einer intakten EHE zugehen - jeweils GEMEINSAM die Abstimmungsunterlagen​​​​​​​​​​​. Gemeinsame Gespräche festigen bekanntlich eine EHE oder auch Partnerschaft. Heute politisiert die Frau z.B. links, der Mann z.B. SVP, wie soll das gehen, Politik als Spaltpilz in der Ehe?. Zuvor konnte Mann und Frau seine Meinung offen in der Gemeinschaft artikulieren, es wurde GEMEINSAM abgewogen, ausgehandelt und erst dann GEMEINSAM entschieden. Beide mussten zusammen einen Konsens finden, was der EHE den nötigen Kitt verlieh. Es konnte schlussendlich aber immer nur eine Meinung ganz obsiegen, und das sind - schon damals wie heute - mehrheitlich die weiblichen Ansichten. Also konnte das Weib in Wirklickeit schon damals faktisch sicher mehrheitlich bereits bestimmen was Sache ist. Dem Mann stand dann nur noch die unbewusst recht demütigende Aufgabe zu, nämlich als Briefträger zu fungieren und den ausgefüllten Stimmzettel zur Urne zu tragen und - nach Aussen noch gross den alles bestimmenden "Gockel" markierend - einzuwerfen. So war es nie ein Makel, viel eher eine gut getarnte Lebens-Weisheit der Weiber von damals, welches Privileg sie heute eher wieder verloren haben. Auch in den Erzählungen von Jeremias Gotthelf - z.B. im „Ueli de Chnächt“ - da wird diese hintergründige weibliche DOMINANZ verdeckt auch vielfach sehr schön, sehr gut dargestellt. Heute aber kommt diese verdeckte heimliche weibliche Dominanzstrebenkrass immer öfters offen zu Tage, speziell in der Politik. Diese wird jetzt immer öfters auch als solche erkannt werden, folglich wird diese weibliche Macht auch immer mehr jetzt an Einfluss verlieren. Gerade weil sich weibliche HERRSCHAFT (zu) viele Male schon krass in verheerenden Auswirkungen im Alltag der Bürger manifestierte. So z.B. die Willkommenskultur seit 2015 von BK-Merkel, SP-BR-S. Sommaruga und neuerdings Frau von de Leyen als neue EU-Kommissionspräside​​​​​​​​​​​ntin. Letztere ist neuer EU-Kapitän auf dem EU-Schiff. Ihr ist aber der Kompass bereits abhanden gekommen, nämlich wo es wirklich lang gehen muss zu einem friedlicheren, vereinigten DIREKT DEMOKRATISCHEN EUROPA. Mehr SELBSTBESTIMMUNG der EU-Bürger nach Schweizer Vorbild, dies ist dringenst angesagt, was ja auch im deutschen Bundesparlament formell schon vorgebracht wurde, aber natürlich auf wenig Gegenliebe stiess.

 

4. "Egalité, Liberté, Fraternité"

 

Die Niederlage Napoleons mit der "Grande Armee" bei Waterloo beendete die damaligen franz. Revolutions-Menschenr​​​​​​​​​​​echte - "Egalité, Liberté. Fraternité" – auch im übrigen Europa. Die feudalen König- resp. das Zaren-Reich Russland, Grossbritannien und Preussen. Sie hatten (Gemeinsamkeit macht stark) ihre Feudal-Machtposition von oben nach unten so mit Gewalt bei Waterloo bewahren können. Und heute in der EU-Politik in Brüssel, doch wiederum gut erkennbar, Machtpolitik offen zu Tage tritt. Wir müssen nur genau hinschauen, vergleichen und selbstständig gut alles wesentliche hinterfragen können.

Napoleon hat das damals herrschende „Berner Feudalsystem“ in der Schweiz doch mit seinem "Revolutions-Besen" sehr gut & radikal „ausgesäubert“, gekehrt, worauf unsere direkt demokratischen Freiheiten später dann erst einen fruchtbaren Boden für alle Bürgerinnen Und Bürger vorfanden.

 

5.  Begrenzungs-Volksinit​​​​​​​​​​​iative  und EU-Rahmenvertrag 

 

Wenn wir im September 2020 nun die Begrenzungs-Volksinit​​​​​​​​​​​iative jetzt aber nicht zwingend annehmen - dies zum Wohle aller Schweizerinnen und Schweizer, weil weniger Arbeitslose, weniger Lohndumping ect.) - danach im gleichen Fahrwasser dem EU-Rahmenvertrag auch noch (weil es voraussichtlich zu keiner Volksabstimmung kommen wird) so "passiv" zustimmen würden. Dann begäben wir Eidgenossinnen  und Eidgenossen uns wieder freiwillig in eine neue Knechtschaft, nämlich in die Fänge des heutigen „EU-Feudalsystems“ in Brüssel, wo wir unsere „Liberté, Fraternité & Egalité“ wieder an den Nagel hängen könnten. Wohlstandsverweichlic​ht anscheinend zu träge, zu fett deshalb krass passiv geworden. Im Normalfall gibt der Bürger aber, nämlich wenn er erst einmal die Freiheit wirklich „geschmeckt“ hat, diese nicht mehr so leicht einfach wieder her, schon gar nicht freiwillig. Dies lässt der Hoffnung Raum, nämlich dass eine neutrale, souveräne und direkt demokratische Schweiz auch in Zukunft noch eine reelle Chance hat.

 

 

 

 

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

 

 
 

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